Jodel, die neue Trend-App!

Vor allem in Städten und bei Studenten macht derzeit die neue Trend-App Jodel auf sich aufmerksam. Es handelt sich dabei um eine App mit Newsfeed-Charakter, die auf zwei Aspekten beruht: Anonymität und Erreichbarkeit.

Man jodelt ganz anonym

„Jodler“, die sogenannten Nutzer des Dienstes, teilen ihre Beiträge nämlich völlig anonym. Weder ein Username, noch ein Profil oder Kürzel lassen auf den Verfasser der Nachricht schließen.
Man hat 240 Zeichen zur Verfügung um seine persönliche Nachricht in den Jodel-Äther hinauszuposaunen. Oft sind dies Situationen aus dem Uni-Alltag, wie z.B. Stress vor Prüfungen, Situationen im Hörsaal oder Messages zu Parties. Der Clou: Die häufig lustigen, unterhaltsamen oder interessanten Beiträge sind lediglich für User im Umkreis von 10 Kilometer sichtbar. Somit entsteht eine gewisse Exklusivität bzw. begrenzte Verfügbarkeit. Diese Inhalte werden dann entweder geliked (upvote) oder disliked (downvote), wodurch sie im Ranking eben steigen oder sinken. Einstellungsdatum, Entfernungsangabe und Anzahl der Upvotes sind somit die einzigen Informationen zum Post.

Kommerzialisierung von Jodel

Unternehmen und Werbetreibende versuchen nun die App auch für ihre Zwecke zu nutzen, da die Einfachheit der Anwendung den direkten, anonymen Kontakt zu potentiellen Endkunden ermöglicht. Wichtig für Marketer wird aber grundsätzlich sein, dass ihre „Werbung“ subtil auftritt und nicht für Verärgerung bei anderen Usern sorgt. Denkbar wären Informationen zu örtlichen Events oder Locations. Vor allem durch die kurzfristige und örtlich eingeschränkte Kommunikation eröffnet der Dienst Unternehmen  Chancen und Möglichkeiten ähnlich dem Guerilla-Marketing. Ob sich die App neben Twitter und Reddit etablieren wird und so auch langfristig für Werbetreibende interessant wird und bleibt, wird sich wie bei anderen Trends natürlich erst noch zeigen.

Kennt bzw. nutzt ihr Jodel? Welche Chancen oder auch Risiken bietet die Trend-App eurer Meinung nach für Unternehmen?

 

Philipp Hollinger

Student im Masterstudiengang der Kommunikationswissenschaften an der Universität Salzburg und Mitarbeiter bei viermalvier.at

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