Salt and the City Blogger-Camp in Salzburg

Spannender Input, viele neue Freunde und köstliches Essen: So könnte man das vergangene Wochenende in Salzburg beschreiben. Wo ich war? Beim ersten Salzburger Blogger-Camp, Salt and the City.

Ohne große Erwartungen, aber mit viel Vorfreude, dass sich im Mai in Salzburg mal wieder was Spannendes tut, hatten wir uns bereits im Herbst für das Blogger-Treffen angemeldet. Immer wieder wurde uns die Wartezeit bis zum Camp-Wochenende durch kleine Nachrichten des Organisationskommitees via Facebook versüßt. Egal ob Workshops, die geniale Idee zur Landpartie oder der Info das Neni das Mittagessen liefert, fast jede Woche kam ein neues Highlight hinzu. Schlussendlich hatte das Organisationsteam von Salt and the City, die Mädls Caro von Ach du Gute Güte, Sonja von Ginger in the Basement, Claudia von Geschmeidige Köstlichkeiten, Sabine von Sinneswunder und Minnie von Minnies Welt ein umfangreiches Workshop-Programm auf die Reihe gestellt. Hier also die wichtigsten Punkte von Salt and the City, für alle die nicht dabei sein konnten, inklusive Social Media Marketing Take Aways.

1. Der Instawalk

Bereits am Freitagnachmittag traf man sich zum gemeinsamen Instawalk im Marmorsaal des Schlosses Mirabell. Dort, wo sich sonst Hochzeitspaare im angeblich schönsten Trausaal der Welt vermählen, fand der Start der „Stadtwanderung“ statt. Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer und Jochen Höfferer erzählten kurzweilig über das Engagement der Stadt und wieso sie Blogger schätzen. Dann ging‘s auch schon in mehreren Gruppen los. Unter dem #sbgatc15 konnte jeder Teilnehmer seine Fotos vom Walk auf Instagram hochladen.

Innerhalb kürzester Zeit waren die ersten 200 Fotos online. … und unser Guide (danke an Eva Krallinger) führte uns von der Orangerie im Mirabellgarten, zum ehrwürdigen Hotel Sacher (dort konnte man die Zimmer besichtigen und lernen wie man einen echten Strudelteig selber macht), über die Staatsbrücke in die Getreidegasse wo wir beim Kirchtag Schirmmacher alles über dieses traditionsreiche Handwerk erfuhren. Besonders das Atelier im Dachgeschoß beeindruckte: eine Vielzahl an handgefertigten Holzstöcken die nur darauf warten, zu Regenschirmen weiterverarbeitet zu werden.

Besuch im ehrwürdigen Hotel Sacher.
Besuch im ehrwürdigen Hotel Sacher.

Anschließend ging’s auf eine Erfrischung (Ice Tea) ins Afro Cafe. Ein Highlight des Walks war sicher die Aussicht vom Rathausturm. Jochen Höfferer wartete schon auf uns und führte uns die schmale Wendeltreppe hinauf auf die Aussichtsplattform. Die Plattform ist normalerwiese nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Umso mehr beeindruckte uns der Rundumblick auf die Altstadt von Salzburg. Als Abschluss gingen die unterschiedlichen Gruppen noch gemeinsam Abendessen, in die Blaue Gans, in den Johanneskeller und ins republic.

Take-Away: Ein Instawalk ist eine gute Gelegenheit für Regionen oder Orte spannendes Bildmaterial im Netz zu einem gewissen Thema zu erhalten. #salzburgerland #salzburg Zudem gibt er den Camp-Teilnehmern die Möglichkeit sich in ungezwungener Atmosphäre kennenzulernen.

2. Blogger-Camp

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen von Workshops, Sessions und Vernetzung unter den Bloggern. Am Vormittag wurden die Sessions geplant. Ganz in „Barcamp-Manier“, so habe ich mir sagen lassen, wurde nach einer kurzen Vorstellungsrunde (alle mussten sich mit 3 Tags beschreiben) das Programm geplant. Das Besondere: Jeder konnte ein Thema vorschlagen und die Allgemeinheit stimmte darüber ab. War das Thema interessant, so wurde es in das Programm aufgenommen. Mit viel Wortwitz übernahm Rainer Edlinger von der SalzburgerLand Tourismus die Einteilung. So standen Sessions zu Social Media, Gastbloggen, SEO für Blogger, Gastrosophie, aber auch praktische Sessions wie Fotografie auf der Agenda.

Die Sessions beim 1. Blogger-Camp in Salzburg.
Die Sessions beim 1. Blogger-Camp in Salzburg.

Besonders in Erinnerung geblieben sind uns die LEGO-Fotosession sowie die Session zum Thema „Blogger-Relations“. Viktoria Egger, alias „weibi.at“ aus Wien, führte durch die Session, gab den Bloggern Tipps zur Selbstvermarktung bzw. bestärkte sie für Kooperationen offen zu sein und erzählte auch, wie sie ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht hat.

Für mich auf Agenturseite war es interessant festzustellen, dass Blogger es oftmals gar nicht schätzen salopp per Du oder in dem „Blogger-Sprech“ mit Standard-Anredefloskeln wie „Hallo, ich bin durch Zufall auf deinen interessanten Blog gestoßen…“ angeschrieben zu werden. Sie wollen ernst genommen werden und fordern konkrete Informationen bzw. Transparenz, wie eine gemeinsame Zusammenarbeit/Kooperation aussehen könnte. #nowishywashy

Außerdem bestärkte weibi.at sie darin, ein ordentliches Media-Kit zusammenzustellen und, auch wenn ein Blog nicht 50.000 Aufrufe im Monat hat, so kann er doch aufgrund seines Themas interessant für Kooperationen sein.

Wenig diskutiert wurde inwieweit die Kommerzialisierung von Blogs, also die Glaubwürdigkeit von Bloggern, durch ebensolche Kooperationen bei den Lesern schrumpft. Immer wieder kam im persönlichen Gespräch zur Sprache, dass Blogger mittlerweile sehr viele Anfragen von Unternehmen erhalten und entsprechend aussortieren, über welche Produkte sie schreiben. Eine weitere Erkenntnis für uns war, dass ein Blogger-Kodex für Blogger, aber auch für Unternehmen, absolut Sinn macht.

Take Away: Der Begriff „Blogger-Relations“ bezeichnet die Zusammenarbeit zwischen Agenturen/Unternehmen und Bloggern. Für Unternehmen werden Blogger-Relations immer wichtiger. Es geht darum eine Beziehung zu Bloggern aufzubauen, um sie im Bedarfsfall zu kontaktieren und um folglich entsprechenden Content zu generieren bzw. Themen zu platzieren. Hierbei gilt zu beachten, dass sich die meisten Blogger auf gewisse Themen/Bereiche spezialisiert haben und weder mit Presseaussendungen zugemüllt werden wollen, noch Produkte testen wollen, für die sie sich nicht interessieren.

Von Obstschnitzen bis zum Emaille-Kochtopf: Beim Camp wurden die neuesten Koch-Trends besprochen. Bild: @pompotato, Vogl
Von Obstschnitzen bis zum Emaille-Kochtopf: Beim Camp wurden die neuesten Koch-Trends besprochen. Bild: @pompotato

3. Die Verpflegung

Kulinarisch ging es an diesem Wochenende rund und die Camp-Teilnehmer wurden den ganzen Tag lang verwöhnt. Im Foyer-Bereich gab es Frühstück der Tiroler Biomanufaktur & Müslimarke Verival, Smoothies von Rauch, Kaffee von Afro Coffee, das Mittagessen von Neni, ein Goodie-Bag mit den neuen Bio-Produkten von dm und am Abend die Bierverkostung in der Trumerei.

Apropos Bierverkostung: In der Trumerei, die man wohl am besten als Mix zwischen gemütlichem Bierlokal & trendiger Bar beschreibt, hat uns vor allem die hohe Qualität der Speisen und die dazu passenden Biere gefallen. Bei Craft-Beer-Tasting und 5-Gänge Menü brachte uns Johanna Panholzer, eine unglaublich sympathische und biersinnige Frau, die Welt der unterschiedlichen Biere und Geschmacksrichtungen näher. Zum fruchtigen Trumer Hopfenspiel passt Fisch, zum belgischen Himbeerbier wiederum passt Panna Cotta und zum Käse ein herbes Bier – genial! Das Aha-Erlebnis war manchen Food-Bloggern eindeutig anzusehen und an den leeren Tellern abzulesen ;-).

Cooles neues Lokal in Salzburg: Die Trumerei. Bild: @pompotato
Cooles neues Lokal in Salzburg: Die Trumerei. Bild: @pompotato

Apropos Food-Blogger: Vielgelobt wurden auch die unterschiedlichen Food-Blogger-Workshops: Von Torten-Deko bei Dr. Oetker, Kochtöpfen die per Smartphone steuerbar sind, kreativem Grünzeugschnitzen, Food -Pairing bis hin zu Blütenhydrolaten war alles dabei.

Take Away: Tue Gutes und rede darüber. Alter Spruch, aber wahr. Auch für die Sponsoren ist so ein Blogger-Camp eine feine Sache. Die Blogger erhalten Zugang zu neuen Produkten/Techniken/Wissen/Geschmäcker/Trends und die Unternehmen eine Berichterstattung die über die klassische Medienberichterstattung hinausgeht und im Regelfall etwas tiefgründiger und authentischer ist.

4. Die Landpartie

Am Sonntag ging es dann hinaus in die Berge, um einen Senner in Abtenau über die Schultern zu sehen. Gemeinsam in einem Reisebus fuhr man nach Sonnleitn/Abtenau und die Blogger wurden in die Kunst des Käsens eingeweiht. Nach einem gemütlichen Mittagessen, erkundeten die Ausflügler noch das Salzbergwerk in Hallein, so haben wir uns erzählen lassen, da wir am Sonntag leider nicht mehr dabei sein können.

Take Away: muss leider entfallen, da nicht anwesend.

So, ich hoffe unser kleiner Recap zum Salt and the City gibt euch einen Eindruck davon, was wir an diesem Wochenende erlebt und genießen durften. Danke noch mal an die Organisatoren und Sponsoren!

Elisabeth Vogl

Elisabeth Vogl

Elisabeth Vogl hat Kommunikationswissenschaften studiert und beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit den Themen Onlinekommunikation und Social Media. Sie ist Geschäftsführerin der Social-Media-Agentur viermalvier.at und berichtet im Blog regelmäßig über aktuelle Themen zu Facebook, Instagram, Google+, Social Media und Video.
Elisabeth Vogl

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