Online Reputation Management: Mit Norton Top Search das Google Suchergebnis beeinflussen!

Welches Bild über mich ergibt eine Suche nach meinem Namen auf Google? Diese Frage sollte sich jeder stellen, der etwas auf seine Online-Reputation hält. Im Rahmen des Online Reputation Management (kurz ORM) werden nach einer Analyse die notwendigen Maßnahmen und Vorkehrungen getroffen, damit das Bild auch das gewünschte Bild wird oder bleibt.

Nun mischt sich Norton, eigentlich durch seine Antivirensoftware bekannt, in diese Thematik ein. Mit „Norton Top Search“ bietet das Unternehmen anscheinend ein Service, mit dessen Hilfe man das Top-Suchergebnis des eigenen Namens auf Google kostenlos beeinflussen kann.

Man gibt seinen Namen im Suchfeld ein, das normale Google-Suchergebnis erscheint. Darüber befinden sich 3 Eingabefelder:

  • Bei „headline“ gibt man nun jene Info ein, die im Google-Suchergebnis immer blau und ganz oben dargestellt wird
  • Bei „URL“ kann man jede beliebige Website oder Social Media Profil angeben, zu der der Klick auf den Suchergebniseintrag führen soll
  • Bei „descriptive text“ wird der Beschreibungskurztext eingegeben, der Basisinfos über diesen Suchergebniseintrag (z. B. Website) wiedergibt

Norton Top Search Online Reputation Management

Nach Klick auf „Preview“ werden die vorhin eingegebenen Infos in einem Previewfenster dargestellt. Hier erkennt man sofort dass es sich um den Werbeplatz auf der Google Suchergebnisseite handeln dürfte, es also um Google AdWords Einschaltungen geht. Nun muss das Ganze mittels Facebook-Profil verifiziert werden, und nach dem Abschluß des Prozedere verspricht Norton, dass meine Online-Reputation nun geschützt ist, und ich eine E-Mail bekomme, sobald mein Top-Suchergebnis freigegeben und aktiviert wurde.

Bleiben aber mehrere Fragen:

  1. Wie lange schaltet Norton diese AdWords-Kampagne dann für mich, und bleibt das für mich immer kostenlos?
  2. Was passiert wenn jemand seinen Namen hiermit schützt, der ein hohes Suchvolumen auf Google hat, wie etwa namhafte Journalisten oder andere, vielleicht nur temporär im Mittelpunkt stehende Persönlichkeiten? Wie lange hält Norton das dann aufrecht?

Es ist schon etwas hoch gegriffen, von einem „Schutz der Online-Reputation“ zu sprechen, nur weil man den Werbebereich des Google Suchergebnisses damit aktiv beeinflusst. Es verhindert sicher nicht, dass unliebsame Inhalte (Fotos, Videos, alte Blogbeiträge oder Kommentare bzw. Foreneinträge) nach wie vor unter den ersten 10 Sucheinträgen auf Google auftauchen.

Das Beispiel zeigt, dass die Frage „Welches Bild hinterlasse ich im Web“ bzw. „Bin ich bereit, gegoogelt zu werden“ eine immer größere Bedeutung gewinnt. Ich habe mich in zahlreichen Workshops und Vorträgen diesem Thema gewidmet, und freue mich auf Euer Feedback! Was macht ihr für Eure Online-Reputation?

Karim-Patrick Bannour

Mag. Karim-Patrick Bannour ist Gründer und Geschäftsführer der Social Media Marketing Agentur viermalvier.at und gemeinsam mit Anne Grabs derAutor des Social Media Marketing Bestsellers "Follow me!" (erschienen bei Galileo Press). Er hält zahlreiche Vorträge, Seminare und Workshops in Unternehmen oder für Organisationen wie WKO, WIFI und ÖHV.

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