Maps-Inhalte pflegen mit dem Google Map Maker

Seit kurzem steht den Google-Usern eine neue interessante Funktion zur Verfügung: Der Google Map Maker.

Mithilfe dieser neuen Funktion können angemeldete Google-User Kartenmaterial von Google Maps ergänzen, aktualisieren und überarbeiten. Zudem gibt es auch auf Google Maps noch „weiße Flecken“ die Google füllen möchte. Es sind also vor allem auch lokale Informationen gefragt.
Wo befindet sich das Lieblingscafe der Passauer, wo ist die Touristeninformation in Großarl oder wo der Wanderpfad, den eigentlich nur die Einheimischen in Zell am See kennen?

Google Maps will lokale Informationen

Google greift wieder einmal nach User-Generated-Content, also von Usern generierten Daten. Google will durch Croudsourcing, also dem Wissen von Vielen sein Kartenmaterial auf aktuellen Stand setzen. Ob und wann Daten von Google Street View in diese Karten integriert werden, ist nicht bekannt. Quasi als Zuckerl stehen der Community wiederum Tools zur Verfügung, um die einzelnen Veränderungen nachvollziehbar zu machen, so daß man etwaige Fehler wieder rückgängig machen kann. Wenn also ein Google-Map-Eintrag eines Unternehmens nicht korrekt angezeigt wird, kann dies mithilfe des Map Makers schnell und unkompliziert geändert werden.

Zusätzlich gibt es auf Map Makerpedia ein community-generated Lernportal, wo sich User untereinander um die verschiedensten Anwendungsbereiche austauschen können. So wird etwa erklärt, wie man einen Kreisverkehr richtig in Google Maps einzeichnet oder wie man eine Brücke bei einer bestehenden Straße einzeichnet.

Wie verwendet man den Google Map Maker?

Unter google.com/mapmaker steht den Usern ein Tutorial zur Verfügung das in in einfachen Schritten erklärt, wie man Orte hinzufügt oder bearbeitet, aber auch Google Maps um Straßen oder Routen ergänzt. Zudem kann man auch Änderungen anderer Nutzer ergänzen. Nachfolgend werden die Funktionen genauer beschrieben.

Im Video findet man zudem eine ausführliche Beschreibung, welche Daten man mit dem Google Map Maker in die Google Maps ergänzen kann.

Ort hinzufügen: Mit der Option “Ort hinzufügen” kann man z.B. einen vollkommen neuen lokalen Betrieb, sein Lieblingscafe oder eine Sehenswürdigkeit eintragen, sowie alle erforderlichen Informationen hinterlegen, die für andere Nutzer interessant sein könnten. Diese Informationen können Öffnungszeiten, Telefonnummern, Anfahrt, etc. sein. Wichtig ist dabei auch die richtige Branchenbezeichnung (Kategorie), denn danach setzt Google kleine branchenbezogene Icons in die Map.

Ort bearbeiten: Mit dieser Funktion kann man bereits eingetragene Orte oder Locations aktualisieren bzw. korrigieren. Oftmals wird der genaue Standort von Cafes, Firmen oder Warenhäusern nicht genau angezeigt und ist verschoben. Mithilfe des Map Makers kann dies nun korrigiert werden.

Straße hinzufügen: Auch für den Tourismus scheint diese neue Google-Maps-Funktion sehr hilfreich. Unter „Straße hinzufügen“ können nicht nur Autostraßen sondern auch Wander- oder Radwege eingetragen werden. Dies bietet Touristikern neue Möglichkeiten die Freizeitaktivitäten in Ihrer Region ausführlicher zu beschreiben bzw. stets aktuelles Kartenmaterial auch online zur Verfügung zu stellen.

Änderungen anderer Nutzer überprüfen: Ständig steuern Tausende von Nutzern aus aller Welt neue Beiträge auf der Karte bei. Mithilfe dieser neuen Funktion kann man Einträge überprüfen oder kommentieren. User sollen mit dieser Funktion motiviert werden, Informationen in Google Maps aus Ihrer Region oder Ort stets aktuell zu halten.

Wir empfehlen jedem Unternehmen, den Eintrag ihres Unternehmens auf Google Maps für sich beanspruchen (Klick auf den Link „Geschäftsinhaber?“), damit können Inhalte überarbeitet und zusätzliche Fotos hochgeladen werden. Das hilft dem Unternehmen in der Findbarkeit (SEO) und dem professionellen Auftritt.

Bislang wurde der Google Map Maker für 181 Ländern aktiviert. Wann der Google Map Maker auch für Österreich freigeschalten wird, ist noch nicht bekannt.

Elisabeth Vogl

Elisabeth Vogl

Elisabeth Vogl hat Kommunikationswissenschaften studiert und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Themen Onlinekommunikation und Social Media. Sie ist Geschäftsführerin der Social-Media-Agentur viermalvier.at und berichtet im Blog regelmäßig über aktuelle Themen zu Facebook, Instagram, Social Media und Video.
Elisabeth Vogl

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