Influencer Marketing oder wie man zum Meinungsmacher wird!

Influencer Marketing ist einer der Social Media Trends für 2016. Darunter versteht man Marketing mit/durch/über einen einflussreichen Meinungsmacher, der in Social Media viele Anhänger hat, authentisch und glaubwürdig ist und dessen Leser ihm vertrauen. Tipps, wie man selbst zum Meinungsmacher wird bzw. mit Meinungsmachern zusammenarbeitet, könnt ihr in diesem Blogartikel nachlesen!

Influencer sind Multiplikatoren für Produkte

Unternehmen lieben Influencer. Kein Wunder, sie helfen ihnen und ihren Produkten zu mehr Aufmerksamkeit und Glaubwürdigkeit. Influencer sind Menschen, die Meinungen, Trends und Hypes im Web scheinbar mühelos auslösen bzw. verbreiten können. Beispiel gefällig? Wenn z.B. ein Produkt wie ein Turnschuh von einer angesagten Instagrammerin oder Bloggerin auf deren Plattform vorgestellt wird, kann man die Lagerbestände schon mal aufstocken – denn mit ihrer Meinung zu diesem Produkt beeinflusst sie ihre Followerschaft so positiv, dass viele Leser diesen Schuh ebenfalls haben wollen. Influencer wie beispielsweise Blogger oder Instagramer können Produkte subjektiv bewerten ohne ihre Glaubwürdigkeit zu verlieren.

Wer ist ein Influencer? Wer ist „insta-famous“?

Ein Influencer ist also ein Multiplikator für ein Thema, Produkt oder eine Werbebotschaft. Er nutzt Texte, Bilder oder Videos um eine Geschichte zu erzählen. Er teilt Erlebnisse mit seinen Followern. Er macht auf Themen aufmerksam und teilt sein Leben mit anderen.
Eine der spannendsten Influencerinnen in Österreich ist derzeit Madeleine Alizadeh alias dariadaria. Man kann sie wohl als #socialcelebrity bezeichnen, also jemand, der seine Berühmtheit durch soziale Medien erlangt hat. Als Bloggerin und durch den im Netz dargestellten Lebensstil hat sie sich eine Expertise zum Thema Nachhaltigkeit aufgebaut und ist nun begehrter Kooperationspartner von Unternehmen. Sie hat viele Freunde in Sozialen Netzwerken und ist gut vernetzt. Die Menschen schätzen ihren Rat und vertrauen ihr. Aber sie muss auch Acht geben, ihrer Linie treu zu bleiben und nicht zu viele Kooperationen mit Unternehmen einzugehen, damit ihre Glaubwürdigkeit nicht darunter leidet.

In Deutschland ist Pamela Reif eine der erfolgreichsten Influencer auf Instagram. Die 19-Jährige hat 2,1 Millionen Follower und auf ihren Fotos zeigt sie ihren perfekt trainierten Körper, und bedient so ihre Follower die auf Health- und Fitness stehen.

Wie finde ich Influencer?

Es gibt Tools wie z.B. Klout, Tapinfluence oder InfluencerDB mit denen man Influencer identifizieren kann. Nicht immer sind Daten aus diesen Tools aussagekräftig, deshalb ist es ratsam, auch selbst nach passenden Influencern zu recherchieren. Nur weil jemand 10.000 Instagram-Follower hat, bedeutet dies nicht automatisch, dass er/sie ein Influencer ist. Wichtige Faktoren sind die Interaktionsrate und auch die Mentions, also wie oft jemand in anderen Accounts erwähnt wird.

Zu solchen Influencern, also Personen die eine Nische im Web positiv besetzen, gehören beispielsweise drei Bloggerinnen aus Salzburg. Mit ihrem Projekt bzw. Veranstaltungsreihe Under the Walnut Tree positionieren sie sich z.B. zum Thema gesunde Ernährung. Eine gute Reputation haben sich indes auch weitere Salzburger Blogprojekte erarbeitet. Dazu zählen z.B. der Blog der Guten Güte oder Fräulein Floras Favourite Hangouts – diese zwei Blogprojekte entwickeln sich dank der engagierten Arbeit ihrer Autoren hin zu einem Onlinemagazin mit umfangreichen Serviceangebot.

Blogrolls helfen bei der Suche nach Influencern

Viele weitere Nischen lassen sich ganz einfach finden. Am besten man startet seine Suche bei einem halbwegs bekannten Blog und wandert dort von einer Blogroll zur nächsten. So stößt man bei der Recherche im Netz automatisch auf mögliche Influencer.

Wie wird man zum Influencer?

Doch wie schafft man es, viele relevante Follower zu gewinnen? Ganz wichtig dabei ist Durchhaltevermögen. Man wird nicht in 3 Monaten zum Instagram-Star, auch nicht zum YouTube-Millionär. Wer in sozialen Netzwerken erfolgreich sein will, muss aktiv & innovativ sein, mit seinen Fans kommunizieren, Fragen beantworten und eine Leidenschaft für sein Thema entwickeln. Oft ist es ein Knochenjob und der Erfolg stellt sich erst nach Jahren ein.

Finde deine Nische!

Wichtig ist es, keinen Bauchladen zu eröffnen. Jeder Blog, jeder Instagram-Account oder jede Facebook-Seite sollte ein Thema besetzen und dieses dann bearbeiten. Es macht keinen Sinn, ständig einen bunten Mix an Inhalten zu posten, das überfordert die Leser und frustriert mangels Erfolgs einen selbst (es sei denn die Nische heißt „Unterhaltung“ wie am Beispiel „Buzzfeed“). Man sollte zudem eine Leidenschaft haben für das was man tut. Wenn man sich also immerzu dazu zwingen muss, etwas zu posten, dann ist man wahrscheinlich nicht der geborene Influencer. Geborene Influencer gehen offen auf andere zu, vernetzen sich gerne, lernen schnell neue Leute kennen und wissen um die Macht ihrer Meinung und missbrauchen diese nicht.

Beispiele dafür wären die YouTube Beauty-Bloggerin Dagibee in Deutschland oder auch Blogger- und Instagramstar Ketchembunny, das Model Tatjana Catic, Lady Venom und viele mehr.

Im deutschsprachigen Raum sollte man grob gesagt mindestens 50.000 Follower haben, um als interessanter Influencer zu gelten. In den USA gelten Accounts ab 200.000 Fans für Unternehmen interessant.

Wie funktioniert Influencer Marketing?

Wenn ein Unternehmen Aufmerksamkeit für seine Marke will (Brand Awareness), seine Marke neu positionieren will (Brand Repositioning), ein neues Produkt auf den Markt bringen will (Product Launch), oder überhaupt neu in den Markt eintritt (Market Entry), ist Influencer Marketing ein mächtiges Tool.

Beim Influencer Marketing stellt man sich zuallererst die Frage, was man erreichen will und definiert ein Ziel. Mit dieser Strategie entwickelt man ein Konzept für eine Kampagne. Dann macht man sich daran, mithilfe von Personas oder der gewünschten Zielgruppe potentielle Influencer zu finden und mit ihnen gemeinsam relevanten Content zu erstellen.

Als Unternehmen gibt es viele Varianten um mit Influencern zusammenzuarbeiten.

  • Man kann Influencer etwas schenken, also Produkte zur Verfügung stellen
  • Man kann Kooperationen eingehen, also Influencer bitten über sein Produkt zu berichten,
    die Gegenleistung kann ein monetärer Wert sein (Advertorial)
  • Man kann Influencer als Testimonials anwerben (z.B. für Fotos oder Texte)

Wichtig ist immer eine entsprechende Story, ein Thema mit dem der Influencer arbeiten kann. dm drogeriemarkt Österreich hat etwa seinen Instagram-Account für eine Woche von einer Bloggerin (ketchembunnies) betreuen lassen. Sie gab Einblicke in ihren Alltag und sorgte für frischen Wind auf dem Channel.

ketchembunnies_Takeover

 

Wie ihr seht, gibt es zahlreiche Möglichkeiten ein Influencer zu werden bzw. mit Influencern zusammenzuarbeiten. Wenn ihr spannende Beispiele kennt, freue ich mich wenn ihr sie als Kommentar postet!

Bilder: fotor.com, Screenshot Instagram-Channel dm Österreich

Elisabeth Vogl

Elisabeth Vogl

Elisabeth Vogl hat Kommunikationswissenschaften studiert und beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit den Themen Onlinekommunikation und Social Media. Sie ist Geschäftsführerin der Social-Media-Agentur viermalvier.at und berichtet im Blog regelmäßig über aktuelle Themen zu Facebook, Instagram, Google+, Social Media und Video.
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