WordPress entwickelte sich im Laufe der Jahre immer mehr zu einem Content Management System (CMS). Dabei steht das „C“ nicht nur für Content, sondern auch für „Customize it, baby“. WordPress 3.0 trägt diesem Individuallisierungs-Gedanken Rechnung und so enthält unsere Lieblings-Blogging-Software in der kommenden Version viele neue Gestaltungsoptionen für den/die kreative/n NutzerIn.
Was sind „custom post types“ ?
Bislang gab es in Worpdress standardmässig zwei Typen an Content: Posts and Pages. In WordPress 3.0 wird es erstmals möglich sein seinen eigenen Content Typ zu definieren. Diese „Custom Post Types “ (selbstdefinierte Artikel-Typen) lassen völlig neue Möglichkeiten der individuellen Artikelsortierung und Navigation zu. Dieses Feature ersetzt aber nicht die bekannte Sortierung nach Kategorien und Tags. Vielmehr kann man durch die elegante Kombination von Post Types und Taxonomies den Content um einiges exakter sortieren als bisher.
Was soll das Ganze?
Einige Anwendungsszenarien sollen helfen, das neue Feature besser zu verstehen. Sie können nun aus einem Blog ein digitales Archiv, ähnlich wie Tumblr basteln. Das ist sehr einfach möglich indem Sie „custom post types“ für Text, Photos, Zitate, Links, Chats, Audio und Video definieren. Für einen Social Media Newsroom ist die Sortierung nach denselben Content Typen ebenfalls sehr sinnvoll.
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Wie vielfach postuliert entwickelt sich WordPress zu einem robusten und beliebten CMS für den produktiven Einsatz. Zahlreiche Beispiele von Firmen- und kommunalen Verwaltungsseiten (goverment sites) die WordPress nutzen beweisen das. Firmen können mit Hilfe des neuen WordPress 3.0 Features eigene Produktkategorien anlegen. Eine globale Einteilung könnte wie folgt vorgenommen werden: Portfolio listings, Produkte und dann die normalen Artikel.
Eine lokale Ausgabe nach Artikel Typ innerhalb eines Themes ist natürlich möglich. Denken Sie bei WordPress an an ein Framework für ihre Webseite. Definieren Sie mit Hilfe der custom post types die unterschiedlichen Content-Blöcke ihrer Webseite. Auch für den Kunden ist die Einteilung in Blöcke leichter zu verstehen.
Schreiben Sie uns einen Kommentar wofür Sie selbstdefinierte Artikel Typen verwenden wollen.
Wie definiere ich Custom Posts Types?
WordPress 3.0 ist Modular aufgebaut um Ressourcen zu schonen. Das heißt, dass nicht alle Funktionen out-of-the-box freigeschaltet sind. Ähnlich wie bei dem Multisite-Feature muss man um Custom Post Types definieren zu können selbst Hand anlegen.
Man kann natürlich in die functions.php Datei manuell eingreifen und hardcoden, doch das ist sicherlich nicht zu empfehlen für die/den Standard-UserIn, weil es doch viel einfacher geht. (Für alle die wissen wollen wie man hardcoded: Bitte über ein Kommentar melden.) Installieren Sie in ihrer WordPress 3.0 Version (vorläufig nur Beta) das Plugin Custom Post Type UI.
Im WordPress Backend kommt nun ein neuer Menü Punkt dazu: Custom Post Types. Darin können Sie ihren neuen Custom Post Type oder neue Taxonomies definieren.
Mehr zum Custom Post Type UI Plugin
Der „Post Type Name“ wird von WordPress für die interne Sortierung und Filterung in der „Query“ verwendet. Das ist aber nur für Theme-EntwicklerInnen interessant.
Nachdem Sie einen Custom Post Typ definiert haben bekommt ihr Menü einen neuen Punkt , der ihrem Artikel Typ entspricht. Der Name dieses Menüpunktes entspricht dem Namen, den Sie unter dem Punkt „The Label“ im Custom Post Type UI Plugin Setting eingestellt haben.
In den „Advanced Options“ können Sie auch einstellen ob der neue Artikel Typus custom fields, Auszüge (Excerpts), Kommentare, Post Thumbnails, etc. unterstützen soll oder nicht.
Die meisten Einstellungsoptionen sind selbsterklärend. Wenn sie in den Plugin Settings „Public“ auf „true“ einstellen, dann wird der neue Artikel Typ in der Sidebar angezeigt. Wenn sie „Show UI“ auf „true“ setzen, dann wird der oben erwähnte neue Menüpunkt generiert. Das sind die Standard Einstellungen, welche Sie aber natürlich nach belieben verstellen dürfen. Der „Custom Rewrite Slug“ wird vergeben, um SEO-freundliche Urls zu erzeugen, weil dieser Name in ihrer Url vorkommt. Wenn ihre Blog-Adresse example.com lautet und ihr rewrite Slug „movies“, dann würde ihre URL example.com/movies lauten.
Erfahren Sie im nächsten Artikel mehr über die benutzerdefinierten Menüs in WordPress 3.0. Der Wohlfühl-Faktor, den WordPress ohnehin schon bietet, wird mit dem neuen Feature noch um einiges gesteigert.





Gut getextet, der Artikel spricht mich direkt an, ich kann da insgesamt nur zustimmen