Facebook SEO mit dem “Gefällt mir”-Button

Published on July 6th, 20102 comment

Facebook hat bei der f8-Konferenz im April 2010 das sogenannte Open Graph-Protokoll vorgestellt: Dazu gehört unter anderem der “Gefällt mir”-Button für externe Websites. In den letzten Tagen und Wochen wurde bereits viel über die Auswirkungen und Effekte des Open Graph und des dazugehörigen Like-Buttons geschrieben und diskutiert.

Im Gegensatz zur Like-Box (früher Fanseiten-Widget genannt), bei dem man einen Mini-Ausschnitt der eigenen Facebook (Fan-)Seite in die eigene Website integrieren kann und jeder User mit einem Klick auf “Gefällt mir” (früher “Fan werden”) die Inhalte dieser Seite abonniert, bietet der neue “Gefällt mir”-Button folgende Funtkionalitäten:

  • Auf jeder Unterseite Ihrer Website kann man nun mittels einfachem Code einen “Gefällt mir”-Button integrieren.
  • Mit dem Klick auf “Gefällt mir” wird einerseits auf der Webseite vermerkt, dass “User XY das gefällt” bzw. in der anonymen Version “1 (weiteren) Person das gefällt”. Das gilt nicht nur für den Moment des Klicks, sondern ist auch in Zukunft sichtbar.
  • Andererseits erscheint auf der Pinnwand des Users und der seiner Freunde der Hinweis: “User XY gefällt … (Name der Unterseite) auf …. (Name der Website).”

Das Ganze hat schon etwas von einem sozialen Gütesiegel, wenn bei einem Produkt beispielsweise “24 Freunden und 3445 anderen Personen gefällt das” steht.

Ein weiterer Aspekt, der derzeit auf großes Interesse stößt, ist der Effekt, den dieser “Gefällt mir”-Button für die Facebook Suche hat: So hat AllFacebook Ende Juni bereits mehrere Beispiele von Websites veröffentlicht, die diesen Button integriert haben und mit einzelnen externen Webseiten (also nicht (Fan-)Seiten) im Facebook Suchergebnis auftauchen.

Wir möchten anhand eines besonders gelungenen Beispiels der “Gefällt mir”-Button-Integration zeigen, welchen SEO-Effekt das tatsächlich für die Facebook-Suche haben kann.

Der Onlineshop der internationalen Jeansmarke Levi Strauss & Co hat die neuen Features sehr früh und umfassend integriert. Es gibt die Möglichkeit zu sehen, wieviele User generell bei einem Produkt auf “Gefällt mir” geklickt haben, oder welche und wieviele meiner Facebook-Freunde.

Nehmen wir einen sehr populären Levi’s-Artikel: Den allseits bekannten Jeansklassiker, die sogenannte 501. Die Variante “Dark Aged” hat knapp 2500 “Gefällt mir” bekommen.

Diese Levi's 501 hat im Onlineshop knapp 2500 "Gefällt mir"

Wenn man auf Facebook nach dem doch nicht unbekannten Suchbegriff “501 Original Jeans” sucht, also einem Teil des Produktnamens, erscheint unter Seiten folgendes Suchergebnis:

Im Facebook Suchergebnis erscheint genau dieses Produkt an erster Stelle

Das ist schon ein beeindruckendes Ergebnis: Eine Produktsuche auf Facebook führt mittels direktem Link zum passenden Artikel im Onlineshop. Wofür man vor Open Graph eine eigene Fanseite oder Gruppe hätte kreieren müssen, macht das jetzt die Kombination aus “Gefällt mir”-Button und User. Interessanterweise stimmt die Zahl der “Gefällt mir” direkt auf Facebook nicht mit der Zahl auf der Webseite überein. Aber das dazu nicht tausende “Gefällt mir” notwendig sind, zeigt das nächste Beispiel.

Das folgende Produkt hat nur ein einziges “Gefällt mir” bis jetzt:

Obwohl dieses Produkt nur ein einziges "Gefällt mir" hat, taucht es auch in der Facebook-Suche auf

Trotzdem taucht dieses Produkt genauso im Facebook Suchergebnis auf (siehe erster Screenshot) neben jenen Produkten, die bereits mehrere tausend “Likes” bekommen haben. Das kann natürlich viele Gründe haben, beispielsweise die Gesamtbewertung einer Domain durch Facebook, oder ähnliches. Ob das auf kleine Websites auch so umlegbar ist, lässt sich noch nicht genau sagen.

Tatsache ist aber, dass die positiven Effekte dieses “Gefällt mir”-Buttons gerade Onlineshops davon überzeugen sollten, ihn zu integrieren, noch dazu, wo die technischen Anforderungen an Website und Programmierer relativ gering sind.

Wichtig dabei ist, dass man auf die richtige und vollständige Integration des Open Graph-Protokolls achtet. Dazu müssen in den Seitencode der Webseiten einige Meta-Properties integriert werden (siehe dazu die Beschreibung zum Open Graph Protocol von Facebook).

Werden Sie den “Gefällt mir”-Button in Ihre Website bzw. Ihren Webshop integrieren? Haben Sie schon Erfahrungen mit der Integration oder den Effekten dieses Buttons gemacht? Wir freuen uns über Feedback und Kommentare.

Custom Post Types in Wordpress 3.0

Published on June 16th, 2010no comments

Wordpress entwickelte sich im Laufe der Jahre immer mehr zu einem Content Management System (CMS). Dabei steht das „C“ nicht nur für Content, sondern auch für „Customize it, baby“. Wordpress 3.0 trägt diesem Individuallisierungs-Gedanken Rechnung und so enthält unsere Lieblings-Blogging-Software in der kommenden Version viele neue Gestaltungsoptionen für den/die kreative/n NutzerIn.

Was sind „custom post types“ ?

Bislang gab es in Worpdress standardmässig zwei Typen an Content: Posts and Pages. In Wordpress 3.0 wird es erstmals möglich sein seinen eigenen Content Typ zu definieren. Diese „Custom Post Types “ (selbstdefinierte Artikel-Typen) lassen völlig neue Möglichkeiten der individuellen Artikelsortierung und Navigation zu. Dieses Feature ersetzt aber nicht die bekannte Sortierung nach Kategorien und Tags. Vielmehr kann man durch die elegante Kombination von Post Types und Taxonomies den Content um einiges exakter sortieren als bisher.

Was soll das Ganze?

Einige Anwendungsszenarien sollen helfen, das neue Feature besser zu verstehen. Sie können nun aus einem Blog ein digitales Archiv, ähnlich wie Tumblr basteln. Das ist sehr einfach möglich indem Sie „custom post types“ für Text, Photos, Zitate, Links, Chats, Audio und Video definieren. Für einen Social Media Newsroom ist die Sortierung nach denselben Content Typen ebenfalls sehr sinnvoll.

Die Social Media Agentur viermalvier kann Ihnen bei der Planung und erfolgreichen Umsetzung eines modernen Social Media Newsroom mit langjährigem Know-How zur Seite stehen.

Wie vielfach postuliert entwickelt sich Wordpress zu einem robusten und beliebten CMS für den produktiven Einsatz. Zahlreiche Beispiele von Firmen- und kommunalen Verwaltungsseiten (goverment sites) die Wordpress nutzen beweisen das. Firmen können mit Hilfe des neuen Wordpress 3.0 Features eigene Produktkategorien anlegen. Eine globale Einteilung könnte wie folgt vorgenommen werden: Portfolio listings, Produkte und dann die normalen Artikel.

Eine lokale Ausgabe nach Artikel Typ innerhalb eines Themes ist natürlich möglich. Denken Sie bei Wordpress an an ein Framework für ihre Webseite. Definieren Sie mit Hilfe der custom post types die unterschiedlichen Content-Blöcke ihrer Webseite. Auch für den Kunden ist die Einteilung in Blöcke leichter zu verstehen.

Schreiben Sie uns einen Kommentar wofür Sie selbstdefinierte Artikel Typen verwenden wollen.

Wie definiere ich Custom Posts Types?

Wordpress 3.0 ist Modular aufgebaut um Ressourcen zu schonen. Das heißt, dass nicht alle Funktionen out-of-the-box freigeschaltet sind. Ähnlich wie bei dem Multisite-Feature muss man um Custom Post Types definieren zu können selbst Hand anlegen.

Man kann natürlich in die functions.php Datei manuell eingreifen und hardcoden, doch das ist sicherlich nicht zu empfehlen für die/den Standard-UserIn, weil es doch viel einfacher geht. (Für alle die wissen wollen wie man hardcoded: Bitte über ein Kommentar melden.) Installieren Sie in ihrer Wordpress 3.0 Version (vorläufig nur Beta) das Plugin Custom Post Type UI.

Im Wordpress Backend kommt nun ein neuer Menü Punkt dazu: Custom Post Types. Darin können Sie ihren neuen Custom Post Type oder neue Taxonomies definieren.

Mehr zum Custom Post Type UI Plugin

Der „Post Type Name“ wird von Wordpress für die interne Sortierung und Filterung in der „Query“ verwendet. Das ist aber nur für Theme-EntwicklerInnen interessant.

Nachdem Sie einen Custom Post Typ definiert haben bekommt ihr Menü einen neuen Punkt , der ihrem Artikel Typ entspricht. Der Name dieses Menüpunktes entspricht dem Namen, den Sie unter dem Punkt „The Label“ im Custom Post Type UI Plugin Setting eingestellt haben.

In den „Advanced Options“ können Sie auch einstellen ob der neue Artikel Typus custom fields, Auszüge (Excerpts), Kommentare, Post Thumbnails, etc. unterstützen soll oder nicht.

Die meisten Einstellungsoptionen sind selbsterklärend. Wenn sie in den Plugin Settings „Public“ auf „true“ einstellen, dann wird der neue Artikel Typ in der Sidebar angezeigt. Wenn sie „Show UI“ auf „true“ setzen, dann wird der oben erwähnte neue Menüpunkt generiert. Das sind die Standard Einstellungen, welche Sie aber natürlich nach belieben verstellen dürfen. Der „Custom Rewrite Slug“ wird vergeben, um SEO-freundliche Urls zu erzeugen, weil dieser Name in ihrer Url vorkommt. Wenn ihre Blog-Adresse example.com lautet und ihr rewrite Slug „movies“, dann würde ihre URL example.com/movies lauten.

Erfahren Sie im nächsten Artikel mehr über die benutzerdefinierten Menüs in Wordpress 3.0. Der Wohlfühl-Faktor, den Wordpress ohnehin schon bietet, wird mit dem neuen Feature noch um einiges gesteigert.

Wordpress 3.0 Release – ein Blog für alle Fälle

Published on June 11th, 20103 comment

Alles Neue bringt der Juni

Sieben Jahre ist es bereits her, dass die erste Version (0.7) von Wordpress veröffentlicht wurde und die Erfolgsgeschichte geht weiter. Nachdem der Release-Termin nun mehrmals verschoben wurde, soll Mitte Juni Wordpress 3.0 in einer stabilen Version veröffentlicht werden. Der kommende Versionssprung bringt einige Neuerungen mit sich, die in einer Artikelserie auf diesem Blog kurz zusammengefasst werden. Damit sind Sie noch vor dem offiziellen Release-Termin bereits bestens informiert über die neuen Gestaltungsoptionen und Einsatzgebiete von Wordpress 3.0.

Am Beginn galt Wordpress als reine Blogging Plattform, die alle nötigen Tools zum schnellen publizieren bereitstellte. Heute, sieben Jahre später, ist die beliebte freie Bloggingsoftware zu einem  Content Management System (CMS) gereift. Den Schwerpunkt bilden Ästhetik, Webstandards und Benutzerfreundlichkeit. Wordpress 3.0 gibt uns einen ersten Vorgeschmack, wohin sich das Community-Projekt entwickeln wird.

Wordpress MU and Wordpress werden eins

WordPress als Standard Version für einzelne Blogs und die Multiuser-Variante mit dem Zusatz „MU“ werden künftig in einem System vereint. Nun kann man mehrere Blogs mit verschiedenen  Domänen und/oder Sub-Domänen unter einer Installation betreiben. Das Prinzip kennen wir von Plattformen wie www.wordpress.com, wo man einen kostenlosen Blog, zum Beispiel meinname.wordpress.com, einrichten kann.

Theoretisch sind unbegrenzt viele Blogs mit nur einer Installation und einer MySQL-Datenbank lauffähig, dennoch sind in der Realität handfeste Grenzen gesetzt. Die Performanz des Hosting-Servers wird in der Praxis ausschlaggebend sein, wie eng der Flaschenhals und die damit verbundene Obergrenze an gehosteten Blogs ist.

Das neue Multi-Blog Feature ist in Wordpress 3.0 standardmäßig deaktiviert. Es lässt sich allerdings mit einer einzigen Zeile in der Datei wp-config.php nachrüsten. Kopieren sie dazu

define(‘MULTISITE’, true);

in die wp-config.php Datei, welche in ihrer Wordpress Installation zu finden ist.

Im Wordpress 3.0 Backend erscheint daraufhin ein neuer Menüpunkt mit dem Namen „Super Admin“. Dort lassen sich neue Seiten (respektive Blogs) und neue User anlegen und verwalten. Hat man verschiedene Themes installiert kann man diese den neu erstellten Blogs individuell zuweisen.

Mit WordPress 3.0, in Verbindung mit BuddyPress, lassen sich eigenständige soziale Netzwerke gründen. BuddyPress, eine Open-Source Community Erweiterung, die bislang nur unter Wordpress MU einsatzfähig war, wird durch die Fusionierung in Wordpress 3.0 nutzbar. Diese Kombination eignet sich hervorragend für selbstverwaltete firmeninterne Facebook-Klone ohne Datenschutz Diktat. Das Motto könnte fortan lauten: „Jeder/Jedem MitarbeiterIn sein eigener Knowledge-Blog auf dem Weg zu einer lernenden Organisation.“

Ein weiteres Einsatzszenario: Firmen, die in verschiedene Abteilungen gegliedert sind, können nun zentral jeder Abteilung einen eigenen Blog zuweisen.

Die Möglichkeiten sind vielfältig, lassen Sie uns doch in den Kommentaren wissen, wozu Sie diese Multisite-Funktion nützen möchten.

Im nächsten Artikel erfahren Sie mehr über:

  • die neuen benutzerdefinierten Artikel Typen – „custom post type“
  • die neuen benutzerdefinierten Menüs – „custom menue“

Wenn Sie mehr über Social Media für Unternehmen erfahren möchten, dann werden Sie doch auch Fan von Social Media Tipps, DER großen deutschsprachigen Facebook Fanseite.


Facebook stellt neue Privatsphären-Einstellungen vor

Published on May 26th, 2010one comment

Nach wochenlanger und intensiver Kritik an Facebook im Rahmen der Einführung von “Open Graph” und dem sogenannten “Pilotprojekt zur umgehenden Personalisierung” hat Facebook nun reagiert und heute neue Privatsphären-Einstellungen vorgestellt. Immerhin wurde in diversen Gruppen und Foren sogar zu einem “Facebook Exodus Day” aufgerufen, der am 31. Mai 2010 stattfinden soll.

Neben den bereits bekannten Funktionen, über die man schon bisher die Privatsphären-Einstellungen beispielsweise für Kontaktdaten, Pinnwandbeiträge oder Anwendungen definieren konnte, gibt es einige Neuerungen:

  • Es gibt eine einfache Einstellungsmöglichkeit, um die Sichtbarkeit bzw. den Zugang zu eigenen Inhalten für “Freunde”, “Freunden von Freunden”, oder “Alle” zu steuern. Diese Einstellung wirkt sich auf bereits früher veröffentlichte Beiträge genauso aus wie auf alle zukünftigen Inhalte, die man in Facebook veröffentlicht.
  • Eine einfache Konfiguration um einzustellen, wie man zukünftig von anderen Facebook-Usern gefunden werden kann, und welche Informationen diese User (mit denen man noch nicht auf Facebook befreundet, sprich verbunden, ist) sehen können
  • Eine Einstellung, mit deren Hilfe man steuern kann, ob die eigenen Freundeslisten und abonnierte Fanseiten (bei denen man “Gefällt mir” gesagt hat) für andere sichtbar sind oder nicht

Dazu wurde von Facebook auch ein Video mit Erklärungen durch den Facebook-CEO Mark Zuckerberg veröffentlicht. Facebook möchte hiermit der Kritik entgegenwirken und dem User mehr und einfachere Möglichkeiten in die Hand geben, um selbst zu entscheiden, ob und welche Informationen mit anderen Facebook-Usern, mit Websites und Applikationen geteilt werden.

Einer der großen Kritikpunkte war und ist ja der Bereich der “Umgehenden Personalisierung”: Dabei gehts um Websites, die die öffentlich zugänglichen Informationen des Facebook-Users nutzen, um ihre Website zu personalisieren und auf den Websitebesucher abzustimmen. Das stieß von Anfang an auf massive Kritik, auch auf internationaler Ebene. Standardmäßig war die Option, dass man als Facebook-User diesen ausgewählten Websites erlaubt, auf die eigenen öffentlichen Daten zuzugreifen, aktiviert. Es bleibt die Frage, ob dies so bleibt oder nicht, und ob mit den neuen Features nun Ruhe einkehrt.

Laut diversen Quellen sollen die neuen Privatsphären-Features in den nächsten Wochen für die User verfügbar sein. Facebook wird alle User über die neuen Features informieren. Wer schon vorab mehr wissen möchte, kann dies im neuen Privatsphäre-Leitfaden tun, inklusive ausführlicher Beschreibung und Screenshots. Einen guten Artikel gibts auch von AllFacebook (auf Englisch).

Neue Facebook Fanseiten-Variante: Gemeinschaftsseiten

Published on April 1st, 2010one comment

Für alle, die eine Fanseite auf Facebook anlegen möchten, und es sich nicht um die Fanseite eines Unternehmens, einer Marke oder einer Persönlichkeit handelt, oder Sie der rechtmäßige Vertreter einer Organisation sind, hat Facebook ganz aktuell eine neue Seitenart geschaffen: Eine sogenannte Facebook-Gemeinschaftsseite.

Bis jetzt war Facebook regelmäßig damit konfrontiert, dass User diverse Fanseiten zu brandaktuellen Themen oder Dauerbrennern angelegt haben. Teilweise mit großem Erfolg und mehrere hunderttausend oder Millionen Fans. Darunter auch Fanseiten mit dem Namen bekannter Marken. Das gab den jeweiligen Fanseiten-Administratoren viel Kommunikationspower in die Hand. Dem möchte Facebook nun mit den Gemeinschaftsseiten einen Riegel vorschieben.

Was ist das Besondere an einer Gemeinschaftsseite?

Wenn Sie als User eine Themenseite oder eine Seite für einen guten Zweck anlegen möchten, müssen Sie ab sofort eine Gemeinschaftsseite erstellen. Sollte diese Gemeinschaftsseite besonders beliebt sein (laut Facebook “mehrere tausend Fans anziehen”), dann übernimmt die Facebook-Gemeinschaft die Seite und führt sie gemeinschaftlich.

Nun stellt sich die Frage, was Facebook unter “gemeinschaftlich verwalten” versteht.

  • Ab wievielen Fans/Mitgliedern tritt die gemeinschaftliche Verwaltung in Kraft?
  • Wird dem Gründer der Gemeinschaftsseite das Admin-Recht entzogen?
  • Wer und wieviele von den Fans/Mitgliedern führen die Gemeinschaftsseite fort? Wie wird das entschieden?
  • Gibt es dann noch eine übergeordnete Instanz, die im Bedarfsfall die Gemeinschaftsseite betreut und auf unangemessene Inhalte überwacht?
  • Worin besteht dann genau der Unterschied zwischen einer Gemeinschaftsseite und einer Gruppe?

Haben Sie schon Fanseiten für Interessen, Themen oder einen guten Zweck angelegt? Was ist Ihre Meinung zur gemeinschaftlichen Übernahme von erfolgreichen Gemeinschaftsseiten?

Facebook bietet eigene Gemeinschaftsseite für nicht offizielle Fanseiten

Achtung gefälschtes Facebook-Mail “Facebook Password Reset Confirmation”

Published on March 19th, 2010one comment

Bereits seit gestern geht die Information um, dass ein gefälschtes Facebook-E-Mail mit einem Dateianhang, der angeblich das von Facebook zurückgesetzte, neue Passwort beinhalten würde, die Social Media-Runde macht. Heute haben auch wir so ein E-Mail erhalten und möchten das zum Anlass nehmen, nochmals darauf hinzuweisen, dass dieses E-Mail NICHT VON FACEBOOK stammt. Wir empfehlen dringend, dieses E-Mail unverzüglich zu löschen und nicht zu antworten oder gar den Dateianhang zu öffnen, der möglicherweise einen Virus oder andere Schadsoftware enthält. Facebook selbst wies über seine “Facebook Security” Fanseite auf dieses Fake-E-Mail hin und erinnert daran, dass Facebook nie ein Passwort als Dateianhang versenden würde.

Gefälschtes Facebook-Mail mit angeblich neuem Passwort in Dateianhang

Gastbeitrag auf Webmarketingblog.at: 10 SEO-Tipps für Ihre Facebook Fanseite

Published on March 15th, 2010no comments

Mit großer Freude habe ich die Einladung, als Gastautor beim beliebten und sehr erfolgreichenWebmarketingblog mitwirken zu dürfen, angenommen, und reihe mich in die Riege der tollen Autoren und informativen Beiträge mit meinem ersten Gastbeitrag ein: 10 SEO-Tipps, um die eigene Facebook Fanseite für Suchmaschinen zu optimieren.

Das Thema hat an Aktualität und Relevanz noch zugenommen, seit Google und Bing verschiedene Abkommen mit Social Network-Betreibern wie Facebook und Twitter geschlossen haben, um Teile der User-Inhalte in Realtime zu indizieren und im Suchergebnis zu veröffentlichen.

Mit wenig Aufwand können Sie die Findbarkeit Ihrer Fanseite wesentlich erhöhen und auch das Ranking Ihrer Website verbessern.

Zum Blogbeitrag “10 SEO-Tipps für Ihre Facebook Fanseite”.

Beliebte Facebook Fanseite mehrere Tage offline nach Reservierung der Vanity-URL!

Published on March 4th, 20105 comment

Unlängst haben wir im Auftrag eines Kunden, die österreichische Fanseite eines internationalen Markenunternehmens mit rund 3000 Fans, eine sogenannte Vanity-URL reserviert (Beispiel für eine Vanity-URL: http://www.facebook.com/socialmediatipps). Bei allen bisherigen Fanseiten gab es keine größeren Probleme bei der Durchführung der Reservierung.

Im aktuellen Fall war die betroffene Fanseite nach der Reservierung aber mehr als 36 Stunden fast durchgehend nicht erreichbar. Das bedeutet, dass keiner der vorhandenen Fans die Fanseite öffnen konnte und auch keine neuen Fans hinzukommen konnten.

Die Tatsache, dass ein so lange Offtime überhaupt möglich ist und Facebook auch in solchen Fällen als Ansprechpartner für Agenturen und Unternehmen nicht erreichbar ist (gibt nur ein Anfrageformular, auf das keine Antwort erfolgt), lässt die Frage aufkommen, ob Facebook für ein professionelles Engagement von Marken und großen Unternehmen wirklich geeignet ist.

Wenn man die entsprechende URL eingibt oder nach der Fanseite sucht und sie öffnen will, erscheint diese Fehlermeldung

Wenn man die entsprechende URL eingibt oder nach der Fanseite sucht und sie öffnen will, erscheint diese Fehlermeldung

Nehmen wir einmal an, dass die Registrierung der Vanity-URL während einer Promotion- oder Gewinnspielaktion durchgeführt wird oder die Fanseite von ihrer Tagesaktualität oder einer großen Fanbasis lebt: Könnten Sie das akzeptieren?

Natürlich werden Fanseiten und ihre komplette Funktionalität von Facebook kostenlos zur Verfügung gestellt. Doch gerade jetzt, wo Facebook offiziell an einer eigenen “Währung” (Credits) bastelt und gezielt Anwendungen und Tools für Brands veröffentlicht und auf steigende Werbeeinnahmen ebensolcher Kunden zählt, müsste Facebook sehr wohl auch die Performance- und die Support-Qualität im Auge behalten.

Was haben Sie für Erfahrungen gemacht mit Ihrer Fanseite auf Facebook? Welche Probleme haben Sie bereits mit Ihrer Fanseite gehabt? Wir freuen uns auf Ihr Feedback und Ihre Erfahrungswerte.

Gewünschter Twitter-Username schon vergeben? Vielleicht nicht mehr lange!

Published on February 6th, 2010one comment

Alle, die Twitter aktiv nutzen und sich schon mal auf der Suche nach ihrem oder einem passenden Usernamen (Beispiel: http://twitter.com/karimbannour) gemacht haben, kennen das Problem: Viele passende, bekannte oder eingängige Usernamen sind schon vergeben. Gerade bei Twitter war und ist das “Claiming” von Usernamen besonders beliebt: Dabei reserviert jemand mehrere Usernamen pauschal, also auf Vorrat, weil er den Namen für zukünftige Aktivitäten sichern will oder daran glaubt, ihn vielleicht später mal verkaufen zu können, ohne ihn aktiv zu nutzen.

Viele Twitter-Usernamen sind bereits vergeben, ohne aktiv genutzt zu werden.

Viele Twitter-Usernamen sind bereits vergeben, ohne aktiv genutzt zu werden.

Dem versucht Twitter nun einen Riegel vorzuschieben. Aus mehreren Quellen verlautet es, dass Twitter in Kürze jene Twitter-Usernamen freigeben will, die in den letzten 6 Monaten keine Aktivität verzeichnet haben.

Für alle, deren Wunschname auf Twitter vergeben ist, aber unter diesem Namen seit mehr als 6 Monaten keine Tweets veröffentlicht werden, können darauf hoffen, diesen Usernamen für sich reservieren zu können, sobald Twitter diesen Rollout macht.

Eine Einschränkung bleibt: Diese Information haben natürlich auch diejenigen, die diese Pauschalreservierungen schon bisher gemacht haben. Doch die Chance für Sie besteht, wir halten Sie auf dem Laufenden.

Social Media für guten Zweck? Ja gerne, aber welchen, und für wen?

Published on January 22nd, 20102 comment

Das die Power von Social Media nicht nur für mehr Transparenz, schnellere und authentischere Information und der direkten Kommunikation zwischen Menschen dient, sondern auch für gute Zwecke genutzt werden kann, zeigen unter anderem Aktionen wie “Summer of Social Good” von Mashable.

Wir möchten anhand eines aktuellen Beispieles zeigen, dass jede Aktion, die von Organisationen, Unternehmen oder Privaten auf Social Media gestartet wird, sinnvoll konzipiert sein muss, vor allem was Nachhaltigkeit der Ziele, mögliche Szenarien und mediale Resonanz betrifft.

Calvin Klein hatte auf der deutschen Fanseite CK ONE Germany einen Aufruf gestartet: Stellvertretend für jeden, der in einem definierten Zeitraum Fan der Fanseite wird, spendet das Unternehmen 1 EUR an die Haiti-Hilfe des Deutschen Roten Kreuzes.

Was kann grundsätzlich solch eine Social Media-Aktion für die beteiligten Akteure bringen?

Den betroffenen Menschen in Haiti bringts auf alle Fälle was. Jeder Cent, der für die Erdbebenopfer gespendet werden kann, hilft. Das Deutsche Rote Kreuz ist eine anerkannte und seriöse Organisation und es ist anzunehmen, dass das Geld einerseits zuverlässig an das DRK geht und wiederum wirklich zweckgebunden für Haiti eingesetzt wird.

Der nachhaltige Nutzen für das Unternehmen Calvin Klein und die Marke CK one wiederum ist zu hinterfragen.

  • JA, es bringt mediale Resonanz. Man ist im Gespräch, die Menschen nehmen die Marke wahr, vor allem im Zusammenhang mit einer karitativen Aktion, einem guten Zweck.
  • NEIN, es bringt keine nachhaltig große Fangemeinde: Ein Großteil jener, die aufgrund dieser Aktion (so wie wir) Fan der Fanseite von CK One Germany wurden, interessieren sich weder für die Marke, noch für die Produkte oder die Inhalte der Fanseite. Das bedeutet, dass sie nach einer gewissen Zeit entweder aus der Fangemeinde austreten oder zumindest die Beiträge der Fanseite ausblenden (verbergen) werden, weil sie daran nicht interessiert sind.

Die Resonanz der Social Media-User ist zweigeteilt:

  • Die Einen finden die Idee gut und sehen es als die einfachste Möglichkeit, mit 1 einzigen Klick Geld für eine gute und wichtige Sache spenden zu lassen (von einem Unternehmen).
  • Die Anderen sehen es bedenklich, dass Unternehmen eine Katastrophe wie das Erdbeben von Haiti für kommerzielle Zwecke nutzen, nämlich dem Generieren von Aufmerksamkeit und vor allem Fans für ihre Fanseite.

Dazu kann jeder stehen, wie er will. Was aber noch dazukommt:

  • Calvin Klein hatte die Aktion offensichtlich (wenn man den zahlreicher werdenden Quellen glauben kann, z. B. Blogartikel von eflomi.de) bis 31. Jänner 2010 ausgeschrieben. Die Fanzahl an diesem Tag sollte den Betrag ausmachen, der für Haiti gespendet werden sollte. Vor kurzem wurde veröffentlicht, dass die Aktion bis 21. Jänner läuft, und aktuell ist die Aktion beendet und man bedankt sich bereits für das erfolgreiche Ende der Aktion mit über 13.000 Fans.
  • Grund dafür könnte sein, dass das Unternehmen die Macht von Social Media unterschätzt und das Risiko, besser gesagt, den möglichen Erfolg der Aktion, nicht richtig eingeschätzt hatte: Zahlreiche User hatten auf den diversesten, auch sehr populären Plattformen zum “Fan werden” auf der CK One Germany-Fanseite aufgerufen, um den Betrag in die Höhe zu treiben. Das dürfte CK überrascht und in Zugzwang gebracht haben.
    Diese kürzlich enstandene Fanseite hat über 380.000 Fans und hat auch zum "Fan werden" aufgerufen bei CK one Germany

    Diese kürzlich enstandene Fanseite hat über 380.000 Fans und hat auch zum "Fan werden" aufgerufen bei CK one Germany

  • Falls man das bei der Konzeption dieser Social Media-Aktion nicht bedacht hatte, ist das schon zu hinterfragen. Bei jedem Konzept muss ein Best- und ein Worst-Case-Szenario durchdacht und -gespielt werden, um zu wissen, was passieren kann und wie man drauf reagiert. Das dürfte in diesem Fall nur unzureichend passiert sein, denn
  • mit der spontanen Verkürzung der Aktion (selbst wenn sie Teil des Worst-Case-Szenarios war) ist man nun ins negative Gerede gekommen und viele ursprünglich positiv dem Ganzen gegenüber eingestellte User beginnen bereits, sich negativ darüber zu äußern. Damit dreht sich das Image auf Social Media möglicherweise um und am Ende schaut vielleicht mehr Negatives wie Positives raus.

Was denken Sie darüber? Sind Sie grundsätzlich für oder gegen solche Charity-Aktionen in Verbindung mit dem Generieren von Fans oder Followern? Was halten Sie vom Ablauf der Aktion?

UPDATE: Auf der Fanseite von CK One Germany gibt es einige negative Reaktionen auf die Kürzung der Laufzeit der Aktion, und eine Stellungnahme vom Fanseitenbetreiber. Immerhin geht man auf die Kritik ein, allerdings mit einem standardisierten Posting, wo man nicht direkt die Fragen beantwortet.