Social Multi Media Blog

Der Social Media und Online Marketing Blog von viermalvier.at

So organisiert man eine Bloggerreise!

Letzte Woche durften wir gemeinsam mit Kitzbühel Tourismus das erste Mal eine Bloggerreise organisieren. Genauer gesagt die #kräuterbloggertage in Kitzbühel. Was dort geboten wurde und wie man eine gelungene Blogger-Reise organisiert, möchten wir euch am Beispiel der #kräuterbloggertage in Kitzbühel zeigen.

Die Blogger-Szene hat sich in den letzten Jahren professionalisiert. Blogger sind zu wichtigen Meinungsmacher in der digitalen Welt geworden und arbeiten hart um ihrer Leserschaft etwas zu bieten bzw. neue Follower anzusprechen. Aufgrund dieses Vorwissens wurde ein abwechslungsreiches Programm für die ersten #kräuterbloggertage in Kitzbühel gestaltet. Das Ziel war, das Thema Kulinarik/Kitzbühel/Kräuter erlebbar zu machen. Dazu lud man ausgewählte Blogger ein, die sich auf die Themen Kulinarik und Reise spezialisiert haben um mit Stefan Lenz, Küchenchef im Tennerhof Gourmet & Spa de Charme Hotel Kitzbühel und zugleich Koch des Jahres 2015, ein Kräutermenü zu kochen und mehr über die Welt der Kräuter zu lernen.

Im Interview erzählt uns Bettina Wiedmayr, die bei Kitzbühel Tourismus für digitales Marketing und Social Media zuständig ist, über die Beweggründe und Organisation der #Kräuterbloggertage.

Was war das Ziel der Veranstaltung?

Mit der ersten Bloggerreise, den #kräuterbloggertagen, haben wir einen wichtigen Meilenstein in unserer digitalen Strategie für 2016 erreicht, nämlich die Zusammenarbeit mit Bloggern zu intensivieren (Blogger Relations) und dadurch die Online-Reichweite unserer Themen zu erhöhen. Zudem hat es sehr viel Spaß gemacht und wir hatten eine schöne Zeit.

Blogger sind für Kitzbühel Tourismus zu einem wichtigen Sprachrohr geworden. Wir haben das Thema Kulinarik gewählt, weil wir so Trends wie Regionalität, Nachhaltigkeit und das eigene Tun in den Mittelpunkt der Bloggertage stellen konnten.

Hotel Tennerhof

Beim Kochen mit Stefan Lenz im Tennerhof Gourmet & Spa de Charme Hotel Kitzbühel“.

Welche Punkte waren dir wichtig?

Wir wollten bei den #kräuterbloggertagen eine andere Sicht von Kitzbühel zeigen, fernab des Hahnenkammrennens & der Society-Welt. Mit Stefan Lenz der im Tennerhof Gourmet & Spa de Charme Hotel Kitzbühel  kocht, haben wir in Kitzbühel einen hervorragenden jungen Koch, der sehr naturnah arbeitet und die Wirkung der Kräuter kennt und sie richtig einzusetzen weiß. Ihm hat die Idee, gemeinsam mit Bloggern zu kochen, gleich sehr gut gefallen und so hat er sich ein individuelles Menü für die #kräuterbloggertage überlegt.

Gemüsebauer Anton Baldauf

Beim Gemüsebauern Anton Baldauf (rechts) erhalten wir das Bio-Gemüse für unser Menü. Stefan Lenz (Bildmitte) erklärt für welche Gerichte er sie einsetzt.

Kochen mit der Natur, Stefan Lenz

Stefan Lenz, Koch des Jahres 2015, erklärt den Bloggern den vielfältigen Einsatz von Wildkräutern.

Für das weitere Programm haben wir einen groben Rahmen vorgegeben, waren aber offen für Vorschläge und Wünsche der Blogger bzw. konnte jeder durch sein eigenes Tun die Reise mitgestalten. Vor allem in der Küche war Kreativität gefragt. Wir durften gemeinsam ein mehrgängiges Menü kochen und holten uns die Zutaten quasi direkt vom Feld. Beim sympathischen Bio-Gemüsebauern Anton Baldauf vom „Hüttschader-Biogemüse“erhielten wir frisches Gemüse und von den Bergwiesen und vom Hotelgarten die Kräuter für unsere Gerichte.

Was ist die digitale Strategie von Kitzbühel Tourismus?

Wir sind mit über 130.000 Facebook-Fans und einer sehr aktiven Community auf Facebook sehr erfolgreich. Deshalb stehen 2016 auch weitere Social Media wie Instagram, Pinterest oder Blogs im Fokus. Vor allem die Blogberichterstattung sehen wir als sehr positiv und nachhaltig, denn sie schafft langfristige Reichweite. Auch die Thementiefe war bei der Auswahl der Blogger entscheidend. Wir haben bewusst Bloggerinnen ausgewählt, die sich intensiv mit Lebensmittel und ihrer Herkunft beschäftigen.

In der digitalen Kommunikation wollen wir eine Mischung aus owned und earned media, dh. wir bieten einerseits als Tourismusorganisation selbst hochwertigen Content, wollen aber auch „earned content“, also Content von anderen Usern, da diese von der Online-Community authentischer und glaubwürdiger gesehen werden. Blogger sind für uns zu wichtigen Meinungsmachern geworden, die Empfehlungen abgeben denen ihre Leser vertrauen.

Wie viel Zeit ist in die Vorbereitung geflossen?

Zuallererst: Bereits mit der Einladung sollte man das Thema und geplante Programm des Events/Reise kommunizieren. So können die Blogger vorab entscheiden ob die Reise für sie interessant ist. Auch welche Kosten vom Veranstalter übernommen werden, sollte klar kommuniziert werden (z.B. Unterkunft, Verpflegung, etc.).

Auf die kleinen Dinge kommt es an.
Mit einem Lächeln auf den Lippen und einem herzlichen Willkommen ist schon viel erreicht. Wenn man Blogger einlädt, sollte man Ihnen auch zeigen, dass man sich freut, dass sie zu Besuch sind. Das Programm muss stimmig sein, ebenso die Teilnehmer: Passend zu den Kräuterbloggertagen haben wir einen frischen Wiesenblumenstrauß gepflückt und als Willkommendrink gab es einen grünen Smoothie nach einem Rezept von Stefan Lenz.

Smoothie Trinken im Hotel Gamshof in Kitzbühel.

Bettina Wiedmayr von Kitzbühel Tourismus beim Mixen des Smoothies. #kräuterbloggertage

Eigener Hashtag für die Veranstaltung
Zudem empfiehlt sich ein Hashtag für ein Blogger-Event. So kann man z.B. auf Instagram alle Fotos/Video zur Reise unter einem Hashtag wiederfinden. Der Hashtag sollte bereits vor der Reise deutlich kommuniziert werden und zum Start noch einmal. Unser Hashtag war #kräuterbloggertage.

Unique Content
Man muss Bloggern authentische Inhalte bieten, damit sie eine gute Geschichte erzählen können. Blogger wollen eine Geschichte über etwas erzählen, worüber zuvor noch niemand geschrieben hat.

Hier findet ihr die Geschichten der Blogger zu den #kräuterbloggertagen in Kitzbühel

Die Kräuterbloggertage in Kitzbühel

Und hier eine Auswahl der Berichterstattung:
http://www.goodblog.at/bio-statt-buero-huettschader…/

http://www.goodblog.at/wild-werden-heulandaise/

http://www.finespitz.at/tag/kraeuterbloggertage/

http://dermutanderer.de/kraeuterbloggertage-in-kitzbuehel/

 

Jodel, die neue Trend-App!

Vor allem in Städten und bei Studenten macht derzeit die neue Trend-App Jodel auf sich aufmerksam. Es handelt sich dabei um eine App mit Newsfeed-Charakter, die auf zwei Aspekten beruht: Anonymität und Erreichbarkeit.

Man jodelt ganz anonym

„Jodler“, die sogenannten Nutzer des Dienstes, teilen ihre Beiträge nämlich völlig anonym. Weder ein Username, noch ein Profil oder Kürzel lassen auf den Verfasser der Nachricht schließen.
Man hat 240 Zeichen zur Verfügung um seine persönliche Nachricht in den Jodel-Äther hinauszuposaunen. Oft sind dies Situationen aus dem Uni-Alltag, wie z.B. Stress vor Prüfungen, Situationen im Hörsaal oder Messages zu Parties. Der Clou: Die häufig lustigen, unterhaltsamen oder interessanten Beiträge sind lediglich für User im Umkreis von 10 Kilometer sichtbar. Somit entsteht eine gewisse Exklusivität bzw. begrenzte Verfügbarkeit. Diese Inhalte werden dann entweder geliked (upvote) oder disliked (downvote), wodurch sie im Ranking eben steigen oder sinken. Einstellungsdatum, Entfernungsangabe und Anzahl der Upvotes sind somit die einzigen Informationen zum Post.

Kommerzialisierung von Jodel

Unternehmen und Werbetreibende versuchen nun die App auch für ihre Zwecke zu nutzen, da die Einfachheit der Anwendung den direkten, anonymen Kontakt zu potentiellen Endkunden ermöglicht. Wichtig für Marketer wird aber grundsätzlich sein, dass ihre „Werbung“ subtil auftritt und nicht für Verärgerung bei anderen Usern sorgt. Denkbar wären Informationen zu örtlichen Events oder Locations. Vor allem durch die kurzfristige und örtlich eingeschränkte Kommunikation eröffnet der Dienst Unternehmen  Chancen und Möglichkeiten ähnlich dem Guerilla-Marketing. Ob sich die App neben Twitter und Reddit etablieren wird und so auch langfristig für Werbetreibende interessant wird und bleibt, wird sich wie bei anderen Trends natürlich erst noch zeigen.

Kennt bzw. nutzt ihr Jodel? Welche Chancen oder auch Risiken bietet die Trend-App eurer Meinung nach für Unternehmen?

 

Influencer Marketing oder wie man zum Meinungsmacher wird!

Influencer Marketing ist einer der Social Media Trends für 2016. Darunter versteht man Marketing mit/durch/über einen einflussreichen Meinungsmacher, der in Social Media viele Anhänger hat, authentisch und glaubwürdig ist und dessen Leser ihm vertrauen. Tipps, wie man selbst zum Meinungsmacher wird bzw. mit Meinungsmachern zusammenarbeitet, könnt ihr in diesem Blogartikel nachlesen!

Influencer sind Multiplikatoren für Produkte

Unternehmen lieben Influencer. Kein Wunder, sie helfen ihnen und ihren Produkten zu mehr Aufmerksamkeit und Glaubwürdigkeit. Influencer sind Menschen, die Meinungen, Trends und Hypes im Web scheinbar mühelos auslösen bzw. verbreiten können. Beispiel gefällig? Wenn z.B. ein Produkt wie ein Turnschuh von einer angesagten Instagrammerin oder Bloggerin auf deren Plattform vorgestellt wird, kann man die Lagerbestände schon mal aufstocken – denn mit ihrer Meinung zu diesem Produkt beeinflusst sie ihre Followerschaft so positiv, dass viele Leser diesen Schuh ebenfalls haben wollen. Influencer wie beispielsweise Blogger oder Instagramer können Produkte subjektiv bewerten ohne ihre Glaubwürdigkeit zu verlieren.

Wer ist ein Influencer? Wer ist „insta-famous“?

Ein Influencer ist also ein Multiplikator für ein Thema, Produkt oder eine Werbebotschaft. Er nutzt Texte, Bilder oder Videos um eine Geschichte zu erzählen. Er teilt Erlebnisse mit seinen Followern. Er macht auf Themen aufmerksam und teilt sein Leben mit anderen.
Eine der spannendsten Influencerinnen in Österreich ist derzeit Madeleine Alizadeh alias dariadaria. Man kann sie wohl als #socialcelebrity bezeichnen, also jemand, der seine Berühmtheit durch soziale Medien erlangt hat. Als Bloggerin und durch den im Netz dargestellten Lebensstil hat sie sich eine Expertise zum Thema Nachhaltigkeit aufgebaut und ist nun begehrter Kooperationspartner von Unternehmen. Sie hat viele Freunde in Sozialen Netzwerken und ist gut vernetzt. Die Menschen schätzen ihren Rat und vertrauen ihr. Aber sie muss auch Acht geben, ihrer Linie treu zu bleiben und nicht zu viele Kooperationen mit Unternehmen einzugehen, damit ihre Glaubwürdigkeit nicht darunter leidet.

In Deutschland ist Pamela Reif eine der erfolgreichsten Influencer auf Instagram. Die 19-Jährige hat 2,1 Millionen Follower und auf ihren Fotos zeigt sie ihren perfekt trainierten Körper, und bedient so ihre Follower die auf Health- und Fitness stehen.

Wie finde ich Influencer?

Es gibt Tools wie z.B. Klout, Tapinfluence oder InfluencerDB mit denen man Influencer identifizieren kann. Nicht immer sind Daten aus diesen Tools aussagekräftig, deshalb ist es ratsam, auch selbst nach passenden Influencern zu recherchieren. Nur weil jemand 10.000 Instagram-Follower hat, bedeutet dies nicht automatisch, dass er/sie ein Influencer ist. Wichtige Faktoren sind die Interaktionsrate und auch die Mentions, also wie oft jemand in anderen Accounts erwähnt wird.

Zu solchen Influencern, also Personen die eine Nische im Web positiv besetzen, gehören beispielsweise drei Bloggerinnen aus Salzburg. Mit ihrem Projekt bzw. Veranstaltungsreihe Under the Walnut Tree positionieren sie sich z.B. zum Thema gesunde Ernährung. Eine gute Reputation haben sich indes auch weitere Salzburger Blogprojekte erarbeitet. Dazu zählen z.B. der Blog der Guten Güte oder Fräulein Floras Favourite Hangouts – diese zwei Blogprojekte entwickeln sich dank der engagierten Arbeit ihrer Autoren hin zu einem Onlinemagazin mit umfangreichen Serviceangebot.

Blogrolls helfen bei der Suche nach Influencern

Viele weitere Nischen lassen sich ganz einfach finden. Am besten man startet seine Suche bei einem halbwegs bekannten Blog und wandert dort von einer Blogroll zur nächsten. So stößt man bei der Recherche im Netz automatisch auf mögliche Influencer.

Wie wird man zum Influencer?

Doch wie schafft man es, viele relevante Follower zu gewinnen? Ganz wichtig dabei ist Durchhaltevermögen. Man wird nicht in 3 Monaten zum Instagram-Star, auch nicht zum YouTube-Millionär. Wer in sozialen Netzwerken erfolgreich sein will, muss aktiv & innovativ sein, mit seinen Fans kommunizieren, Fragen beantworten und eine Leidenschaft für sein Thema entwickeln. Oft ist es ein Knochenjob und der Erfolg stellt sich erst nach Jahren ein.

Finde deine Nische!

Wichtig ist es, keinen Bauchladen zu eröffnen. Jeder Blog, jeder Instagram-Account oder jede Facebook-Seite sollte ein Thema besetzen und dieses dann bearbeiten. Es macht keinen Sinn, ständig einen bunten Mix an Inhalten zu posten, das überfordert die Leser und frustriert mangels Erfolgs einen selbst (es sei denn die Nische heißt „Unterhaltung“ wie am Beispiel „Buzzfeed“). Man sollte zudem eine Leidenschaft haben für das was man tut. Wenn man sich also immerzu dazu zwingen muss, etwas zu posten, dann ist man wahrscheinlich nicht der geborene Influencer. Geborene Influencer gehen offen auf andere zu, vernetzen sich gerne, lernen schnell neue Leute kennen und wissen um die Macht ihrer Meinung und missbrauchen diese nicht.

Beispiele dafür wären die YouTube Beauty-Bloggerin Dagibee in Deutschland oder auch Blogger- und Instagramstar Ketchembunny, das Model Tatjana Catic, Lady Venom und viele mehr.

Im deutschsprachigen Raum sollte man grob gesagt mindestens 50.000 Follower haben, um als interessanter Influencer zu gelten. In den USA gelten Accounts ab 200.000 Fans für Unternehmen interessant.

Wie funktioniert Influencer Marketing?

Wenn ein Unternehmen Aufmerksamkeit für seine Marke will (Brand Awareness), seine Marke neu positionieren will (Brand Repositioning), ein neues Produkt auf den Markt bringen will (Product Launch), oder überhaupt neu in den Markt eintritt (Market Entry), ist Influencer Marketing ein mächtiges Tool.

Beim Influencer Marketing stellt man sich zuallererst die Frage, was man erreichen will und definiert ein Ziel. Mit dieser Strategie entwickelt man ein Konzept für eine Kampagne. Dann macht man sich daran, mithilfe von Personas oder der gewünschten Zielgruppe potentielle Influencer zu finden und mit ihnen gemeinsam relevanten Content zu erstellen.

Als Unternehmen gibt es viele Varianten um mit Influencern zusammenzuarbeiten.

  • Man kann Influencer etwas schenken, also Produkte zur Verfügung stellen
  • Man kann Kooperationen eingehen, also Influencer bitten über sein Produkt zu berichten,
    die Gegenleistung kann ein monetärer Wert sein (Advertorial)
  • Man kann Influencer als Testimonials anwerben (z.B. für Fotos oder Texte)

Wichtig ist immer eine entsprechende Story, ein Thema mit dem der Influencer arbeiten kann. dm drogeriemarkt Österreich hat etwa seinen Instagram-Account für eine Woche von einer Bloggerin (ketchembunnies) betreuen lassen. Sie gab Einblicke in ihren Alltag und sorgte für frischen Wind auf dem Channel.

ketchembunnies_Takeover

 

Wie ihr seht, gibt es zahlreiche Möglichkeiten ein Influencer zu werden bzw. mit Influencern zusammenzuarbeiten. Wenn ihr spannende Beispiele kennt, freue ich mich wenn ihr sie als Kommentar postet!

Bilder: fotor.com, Screenshot Instagram-Channel dm Österreich

Facebook Local Insights: Neue tolle Statistiken zu Besuchern und Passanten eines Facebook Places

Aktuell wird von Facebook gerade ein neuer Facebook-Seiten-Statistikbereich ausgerollt, die sogenannten Facebook Local Insights. Mit Hilfe der damit dargestellten Daten können Seitenbetreiber eines Facebook Places (z. B. eine Filiale, ein Restaurant, eine Modeboutique, usw.), also eine Facebook-Seite mit lokalem Standort, viel mehr über die Besucher rausfinden als bisher. Aber nicht nur das: Auch die Passanten werden mitdargestellt.

So findet ihr die Facebook Local Insights

Der bestehende Statistikbereich für Facebook-Seiten-Administratoren wurde um einen Punkt unten ergänzt: „In der Nähe“. Beim Klick darauf öffnet sich eine neue, umfangreiche Statistikseite. Folgende Insights werden dargestellt:

Allgemeiner Überblick mit einem Liniendiagramm über die „Täglichen Personen in der Nähe im Durchschnitt“ sowie den „Hauptzeiten“, also an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit die meisten Personen in der Nähe sind.

Screenshot Facebook.com

Screenshot Facebook.com

Interessant wäre hier, woher Facebook den Standort nimmt: In unserem Beispiel ist das nämlich der frühere Standort des Unternehmens. Bereits seit fast 3 Jahren sind die Standortdaten im Infobereich auf einer anderen Adresse. Hier gibt es anscheinend noch einen Bug.

„Leistung der Werbeanzeige“: Damit ist der Vergleichswert zwischen Personen, die in der Nähe des Facebook Places waren/sind und jenen die eine Werbeanzeige gesehen haben, gemeint

Personen in der Nähe: Personen sind also alle Facebook-Nutzer, egal ob Passant oder Besucher. Diese Statistik kann auf Basis von „Stündlich“, „Wöchentlich“ und „Gesamt“ dargestellt oder auf „Besuche“ eingeschränkt werden

Screenshot Facebook.com

Screenshot Facebook.com

Demografie: Alter, Geschlecht und Wohnort der Personen die sich in der Nähe befanden, entweder als Balkendiagramm oder als Liniendiagramm mit Zeitachse

Screenshot Facebook.com

Screenshot Facebook.com

Was mache ich mit den Erkenntnissen aus der Statistik

Jede Statistik ist nur so gut wie derjenige der sie richtig interpretiert. Beispielsweise ist es wichtig, die Passanten/Besucher mit meinen Fans zu vergleichen (Alter, Geschlecht, …) und zu vergleichen, wie sehr das voneinander abweicht? Weiters kann man die Local Awareness Ads auf bestimmte Tage und Uhrzeiten beschränken und dadurch effektiver und effizienter machen.Fazit

Eine tolle Erweiterung der Seitenstatistiken. Damit können Seitenbetreiber mehr über die Personen herausfinden, die einen Standort besuchen oder über die Passanten. Facebook möchte natürlich, dass die Erkenntnisse zur Erhöhung der Werbeanzeigenausgaben und deren Verbesserung beitragen, aber nichtsdestotrotz auch ohne dem eine sehr hilfreiche Quelle.

Social Media Trends 2016

 

Auch dieses Jahr wollen wir euch wieder eine Vorschau darauf geben, welche Social Media Trends 2016 uns sicher beschäftigen werden. Diese Vorschau soll Euch helfen, eure Online-Strategie für das kommende Jahr zu schärfen und zu beurteilen, welche Plattformen, Tools und Themen für euer Unternehmen/Produkt/Dienstleistungen relevant sein können.

Social Media Trends für 2016

Instagram wird 2016 den deutschsprachigen Markt so richtig rocken, so viel steht fest. Die bilderlastige Plattform hat bis dato eher jüngere Zielgruppen angesprochen, die sich zum Teil von Facebook selbst abgewendet haben. Auf Facebook vollzieht sich seit Längerem ein deutlicher Age-Shift, der durchschnittliche Facebook-User ist mittlerweile 38 Jahre alt. Auf Instagram liegt das Durchschnittsalter bei gerade mal 18 Jahren. Aber auch die Älteren ziehen nun auf Instagram nach.

Jugend drückt sich via Video aus, weniger durch Textbeiträge

Viel Potential wird der hierzulande noch unterschätzten aber bei Jugendlichen extrem beliebten Smartphone-App Snapchat prognostiziert. Mit der App kann man Bilder oder Videos versenden, die sich einer vordefinierten Zeit automatisch löschen. Zudem haben Medienunternehmen die Möglichkeit, den Usern kuratierte Stories anzubieten. Alle diese neuen Apps sind mehr Bild- und Video-lastig, weniger Text-basiert. 2016 drückt sich die Jugend also noch mehr via Video aus, weniger über Schrift. Alles wird verspielter. (siehe Profilagentin.com, 2015)

WhatsApp öffnet sich für Unternehmen

Wir erwarten uns eine weitere schrittweise Öffnung von WhatsApp in Richtung jener Unternehmen, die mit ihren Kunden kurz und prägnant kommunizieren bzw. ihnen schnell und überall verfügbare News und Angebote übermitteln wollen. Während der eine oder andere WhatsApp-Newsletter-Abo-Dienst gerade von Facebook abgestraft wurde und sein Geschäftsmodell anpassen musste, wird sich früher oder später auch WhatsApp für die kommerzielle Nutzung öffnen.

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Live-Streaming kommt auch nach Europa

Self-Broadcasting via Video-Livestreaming wird zum großen Thema 2016. In Südkorea etwa ist gerade mukbang sehr beliebt: Man filmt sich selbst während man isst. Quasi die logische Weiterführung der Foodblogs oder der Instagram-Foodfotos. Bereits jetzt kann man aus dem Kinderzimmer heraus mit Video-Content ein Medienunternehmen aufbauen. YouTuber, Snapchat-Künstler oder Promis auf Vine nutzen diese Dienste um Videos zu produzieren und ihre Zielgruppen zu unterhalten (vgl. Social Media Week 2015) Der nächste Schritt wird sein, diese Videos noch stärker für den jeweiligen User zu personalisieren. Warum das Ganze? Man kann Menschen ermöglichen, live am Leben Anderer teilzuhaben, man vermittelt eine vermeintliche Nähe zwischen Fremden oder Freunden. Auch für den Journalismus ergeben sich neue Möglichkeiten. Denkbar ist z.B. ein Flüchtlingsreportage via Live-Stream, wo man Menschen auf ihrer Flucht begleitet. Auch Facebook hat aktuell eine Live-Video-Streaming-Funktion für Profile vorgestellt.

Das waren einige jener Plattformen, die uns 2016 besonders beschäftigen werden. Darüber hinaus gibt es Themenblöcke, die 2016 in der Social Media Welt an Aufmerksamkeit gewinnen werden.

1. Trend: Content mit Ablaufdatum

Content konsumiert man 2016 „short and once in a lifetime“. Darunter versteht man Real-Time-Content, Video-Lifestreaming oder Messages á la Snapchat, die nur einmal angesehen/gelesen und dann gelöscht werden. Grund dafür ist die Flut an Informationen die tagtäglich auf die User einprasseln.

Auch klassische Medien werden 2016 immer mehr Content mit Ablaufdatum produzieren, zumindest für soziale Netzwerke. Die User werden immer fauler und wollen ihre Apps nicht verlassen. Deshalb wird an In-App-Lösungen für Nachrichtendienste gearbeitet, z.B. Instant Article von Facebook.
So werden Social Media zur Real-Time Nachrichtenquelle. Der Trend geht dahin, Inhalte speziell für die Nutzung in sozialen Netzwerken aufzubereiten. Der steigende Konsum von Nachrichten-Videos fördert diese Entwicklung zusätzlich. (vlg. Haufe.de) Den großen Vorteil den Facebook dabei hat, ist die Möglichkeit, Videos nach Interessen, Freunden und Aktivität der User anzuzeigen. YouTube muss sich auf die Suchanfragen der User verlassen. Mehr dazu hier!

2. Trend: Influencer Marketing

Unter „Influencer Marketing“ versteht man Marketing von/für/mit bestimmten Personen/Meinungsmachern einer Zielgruppe, die in jener Zielgruppe als authentisch gelten und Einfluss auf die Meinung ihrer Leserschaft ausüben. Dazu zählen Blogger, Instagramer, YouTuber, Fashionistas – all jene, die ihre Person und Meinung in Social Media vermarkten. Die individuelle Meinung Einzelner wird als Werbeträger immer wertvoller. Authentizität und Empfehlungen/Bewertungen von vertrauenswürdigen Personen werden 2016 noch ein Stückchen wichtiger. Früher war Influencer Marketing auf berühmte Personen beschränkt, 2016 kann potentiell jeder ein Influencer sein, der im Web was zu sagen hat!

Das bedeutet auch, dass sich die Suche immer mehr in soziale Netzwerke verlagert. Das Thema SEO wird somit auch für Facebook immer wichtiger. Wenn man beispielsweise eine Reise nach Mexiko plant, kann man auf Facebook nach „Freunden, die bereits nach Mexiko gereist sind“ suchen oder „Restaurants in Mexiko die meine Freunde besucht haben“.

Wenn man nach Produkten sucht bzw. ein Produkt kaufen will, geht man heute schon auf Amazon, weil man die Gewissheit hat, dort alles zu finden.

3. Trend: Der Kampf um Privatsphäre und Vertrauen

Um den richtigen Content an die richtige Zielgruppe ausspielen zu können, wird das Thema „personalisiertes kontextbasiertes Marketing in Social Media“ 2016 extrem an Bedeutung gewinnen. Nur so schaffen es Unternehmen, ihren Kunden das anzubieten, was sie wirklich interessiert. Besonders im eCommerce wird dies immer dringlicher. Ziel ist es, den Kunden zur richtigen Zeit, mit der richtigen Botschaft und auf dem richtigen Gerät anzusprechen und zum Kauf von Produkten/Konsumation von Inhalten zu motivieren (siehe auch Euroweb 2015) Deshalb wird der Kontext, also das Umfeld, wo Content gezeigt wird, immer wichtiger.

Zum Thema Privatheit im Netz lässt sich für 2016 auch folgender Trend prognostizieren: Immer beliebter werden Plattformen, wo man (vermeintlich) anonymisiert kommunizieren kann. Facebook etwa bastelt gerade an einem neuen Chat-Format, wo User ohne Angabe ihres Namens oder Aufenthaltsortes in einem Forum mit anderen kommunizieren können (siehe auch Houlahan 2015). Zudem werden Dating Apps noch ausgereifter und bieten mehr Community-Features an, sind also ein Zwischending zwischen Dating- und Social-App. In Asien erleben Plattformen wie Momo (China) oder Paktor (Indonesien), vor allem weil sie Location-based Services integrieren gerade ein Hoch. Man nutzt diese Plattformen um neue Leute kennenzulernen, bzw. Personen in seiner unmittelbaren Umgebung.

4. Trend: Internet of Things

Das „Internet der Dinge“ durchdringt mittlerweile immer mehr Lebensbereiche, nicht nur Branchen wie Lifestyle Sports und Health. Auch Transportwesen oder Energieverteilung werden jetzt oder in sehr naher Zukunft noch stärker über smarte Applikationen gelöst (Stichwort Smart Home beispielsweise). Wearables unterstützen Menschen bei ihren alltäglichen Aufgaben. Das Ziel ist es, Gegenständen, die bisher auf die Steuerung durch ihre menschlichen Besitzer angewiesen sind, mit Hilfe des Internets eine Art Eigenleben einzuhauchen. Weitere Beispiele aus dem Alltag sind Armbänder, die Gesundheitsdaten an eine App senden und so über den Fitness- und Gesundheitslevel ihres Trägers Bescheid wissen und im Bedarfsfall auch darüber informieren, wann es Zeit ist, sich neue Laufschuhe zu besorgen oder den nächsten Arzttermin zu vereinbaren. Ein weiteres Beispiel wären Rasierapparate, die eigenständig neue Klingen nachbestellen. Dieses „ambient internet“, dieser Austausch an Daten steht erst am Anfang, aber 2016 erwarten Experten einen kräftigen Schub. (vgl. FAZ, 2015)

Das war nur ein kleiner Ausblick was uns 2016 erwarten wird.

Hinweis in eigener Sache:
Am Donnerstag, dem 28. Jänner 2016, findet bei uns im Haus in Kooperation mit Punkt&Komma ein spannender Vortragsabend zum Thema „Social Media und digitale Trends 2016“ statt.

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