Snapchat – alle Infos zur App im Überblick

Veröffentlicht am:21.08.2015
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In Österreich ist Snapchat noch wenig verbreitet, in Deutschland hingegen wächst Snapchat angeblich schneller als Facebook und Instagram und der App wird viel Potential prognostiziert. Warum das so ist und was die App alles kann, erfahrt ihr in diesem Blogartikel.

Snapchat gibt es bereits seit 2011 und wurde von drei Studenten der Stanford University gegründet. Im angloamerikanischen Raum ist Snapchat längst etabliert und hat angeblich 100 Millionen tägliche Nutzer weltweit. Vor allem bei der jüngeren Zielgruppe, also zwischen 13-33 Jahren, steigen die Downloadzahlen stetig. Schon seit 2 Jahren nutzen viele User Snapchat um vorwiegend Fotos mit ihren Freunden zu teilen oder zu chatten. Der Vorteil: Weniger Erwachsene wie auf Facebook und Instagram, und eine andere Art Inhalte zu teilen.

Jugendliche wollen unter sich sein

Früher waren Jugendliche bei Facebook unter sich, doch die starke Verbreitung hat auch dazu geführt, dass Eltern/Großeltern und Nachbarn Facebook nutzen und Jugendliche ihre Inhalte, wie z.B. die Bilder der letzten Party, dort nicht mehr teilen wollen/können. Die logische Konsequenz: Man wandert in ein anderes Netzwerk, wo man unter sich bleiben kann.

Vor allem in Deutschland wächst Snapchat stetig, Deutschland gehört zu den Top-5-Ländern beim Wachstum.

Der Social Media Tross zieht weiter

Im deutschsprachigen Raum nutzen Jugendliche immer öfter Whatsapp zum Chatten und Instagram für Bilder, quasi als Alternative zu Facebook. Auf diesen Smartphone-Apps sind mehr “echte Freunde” und weniger Werbung. Dass Snapchat aber auch auf dem besten Weg ist von der Teenie-App zur veritablen Bedrohung für Facebook und WhatsApp zu werden, werdet ihr im folgenden Beitrag erfahren. Übernahmeangebote von Facebook wurden bislang ausgeschlagen.

Deswegen lieben die Leute Snapchat

Snapchat ist verspielter als alle bisherigen Foto- oder Chat-Apps wie WhatsApp oder Instagram. Bei Snapchat werden Fotos/Schnappschüsse an Freunde versendet, welche maximal 10 Sekunden vom Empfänger angesehen werden können, dann werden sie automatisch von Snapchat “gelöscht”. Dh. die Bilder die man schickt, sind viel privater und authentischer, da man sie im Normalfall an eine Person adressiert und nicht an 300 Freunde (wie z.B. bei Facebook) oder überhaupt öffentlich.
Aus diesem Grund werden auch viele “intime” private Bilder oder Selfies verschickt. Es ist also eine neue Art der Kommunikation durch Bilder oder Videos und weniger durch Text… die Inhalte überzeugen nicht durch ihre durchdachte Ästhetik, sondern durch die Momentaufnahme oder Situationskomik.

snapchat2

Instant impressions statt Nachhaltiger Kommunikation

Während man vor einigen Jahren Social Media hauptsächlich am Desktop genutzt hat und z.B. Fotoalben angelegt hat, die von Freunden kommentiert wurden, so findet heute der Großteil der Kommunikation auf mobilen Apps statt.
Während Facebook von vielen Usern dazu genutzt wird, sich eine nachhaltige, coole Online-Präsenz aufzubauen, so ist dies bei Snapchat anders. Snapchat erhebt diesen Anspruch gar nicht, sondern will nur eine Momentaufnahme aus dem Leben des Users zeigen.
Dabei ist das Smartphone das wichtigste Tool um die Kommunikation zu starten. Es wird nämlich nicht via Text kommuniziert, sondern man startet eine Konversation mit einem Bild, ganz nach dem Motto: “Take a picture and express yourself”.

Sexting als Problem

Typische Snapchat-Inhalte sind z.B. Bilder von einer Party (Vorbereiten, Vorglühen, Feiern, TheMorningAfter) mit kurzem Kommentar, Nacktbilder (“Sexting”: erotische Selfies). Zudem gibt es bislang noch keine Werbung auf Snapchat. Da es keine Likes oder Shares auf Snapchat gibt ist der soziale Druck gleich null. Ein Foto wird gepostet und nach kurzer Zeit ist es auch schon wieder verschwunden.

Ins Gerede gekommen ist die App wegen der hohen Anzahl an Nackfotos, welche Jugendliche untereinander versenden/versendet haben. Im Glauben, dass das Bild eh nach 10 Sekunden wieder verschwindet, haben viele User leichtsinnige Inhalte versendet. Es ist natürlich möglich, dass User Screenshots von einem Foto machen – dies wird allerdings in der App angezeigt. Mittlerweile gibt es sogar eigene Apps, die Snapchat-Bilder speichern, zum Beispiel “SnapSave”. Das Versprechen, dass die Bilder nach spätestens 10 Sekunden nicht mehr sichtbar sind, kann Snapchat somit nicht halten.

Snapchat-Story ist 24h online

Wenn man ein Foto nicht aktiv an einen Freund versenden will, kann man auch eine “Story” posten, diese können dann alle Freunde für 24 Stunden lang ansehen. Macht man an einem Tag mehrere Snaps (Fotos oder Videos), so werden alle Snaps eines Tages (alle Fotos eines Tages) in chronologischer Folge als “Story” angezeigt. Die Kontakte können die Story quasi wie eine Diashow ansehen.
So können Freunde uns an ihrem Alltag teilhaben lassen, z.B. an einem besonderen Tag, indem sie mehrmals am Tag Fotos veröffentlichen und sie zu ihrer Tagesstory hinzufügen.

 

Kuratierte Snapchat Stories

Snapchat behält sich vor, ausgewählte Snaps von Usern auch öffentlich in einem Stream anzuzeigen. Wenn z.B. viele User Fotos der “Teen Choice Awards” posten, so sammelt diese Snapchat und zeigt sie allen Usern als “Story” im Bereich “Live” auf der “Geschichte”/Story-Seite. Snapchat findet die Inhalte durch geodatierte Stories, also filtert den Ort wo die Bilder entstanden sind.

Zudem arbeitet Snapchat mit ausgewählten Medienunternehmen wie CNN, Vice oder Daily Mail zusammen um redaktionelle Inhalte für die User anzubieten. Dabei wird nicht das gezeigt, was die User am meisten liken oder teilen (diese Buttons gibt es ja nicht), sondern die Inhalte werden von Redakteuren ausgewählt. Das heißt, Snapchat arbeitet mit klassischen Medien zusammen und legt so den Grundstein für eine mögliche Monetarisierung der App.

So produzieren die ausgewählten Medienhäuser Inhalte die 24 Stunden abrufbar sind und danach durch neue Inhalte ersetzt werden. So hat man als User nicht das Gefühl Inhalte zu verpassen, denn nach 24 Stunden ist dieser ohnehin nicht mehr abrufbar. Auch für die US-Wahlen soll Snapchat großes Potential prognostiziert.

So funktioniert Snapchat

Geht man auf die App öffnet sich das Fenster zum Fotografieren. Man kann Fotos durch Emojis verschönern, Text einfügen oder einen Filter über das Bild legen. Auch das Bemalen des Fotos mit dem Finger am Display ist möglich. Bevor man das Bild postet, stellt man ein, wie lange der Empfänger es sehen kann. Bis zu 10 Sekunden sind möglich, außer man postet es als “Geschichte”, dann können alle Snapchat-Freunde das Bild innerhalb von 24 Stunden einmal ansehen.

Snap, Chat and Stories – bei Snapchat kann man auch Chatten, aber auch dort werden die Texte, sobald sie von beiden gesehen wurden, gelöscht.

Die 6 wichtigsten Snapchat-Funktionen im Überblick

1. Bilder versenden
Du kannst bei Snapchat Fotos machen und diese direkt verschicken. Zudem kannst du auch ein gespeichertes Bild aus deiner Bibliothek hochladen.

Dazu wischt du nach links in die Liste mit den Chats

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Dann tippst du oben links auf die Sprechblase und suchst dir einen Empfänger aus.

 

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Klicke auf das gelbe Senden-Symbol um zur Galerie-Ansicht und allen deinen gespeicherten Bildern zu kommen

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2. Buchstaben über das Bild legen
Klicke auf das T im rechten oberen Bildschirmrand um Buchstaben bzw. Text in das Bild einzufügen. Wenn du zwei Mal auf das T klickst, dann kannst du größere Buchstaben schreiben.

3. Paint-Funktion
Wenn du rechts oben auf das Farbbarometer klickst und eine Farbe auswählst, kannst du in dein Foto malen, siehe Screenshot.

Snapchat_Bild5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4. Größere Emojis
Emojis kannst du in ein Bild einfügen und an einen beliebigen Platz ziehen. Wenn du das Emoji vergrößern willst, dann kannst du es mit zwei Fingern auseinanderziehen. (wie die Zoom-Funktion bei Fotos)

5. Discover- oder Live-Inhalte
Auf Snapchat gibt es auch die Möglichkeit in Inhalten zu stöbern bzw. sich berieseln zu lassen. Dazu swipst du einfach nach rechts und dann kommst du zur Discover-Ansicht. Im Moment gibt es kuratierte Inhalte von einigen wenigen Unternehmen wie Buzzfeed, DailyMail, Cosmopolitan, MTV, CNN, Vice, People… das ganze ist noch sehr US-lastig, wohl auch deshalb, weil dort die App nach wie vor die meisten User hat.
Hin und wieder findest du unter “LIVE” spannende Stories von aktuellen Großevents.

6. Screenshots quo vadis!
Eigentlich preist sich Snapchat ja als App an, wo Inhalte nur für einen sehr begrenzten Zeitraum sichtbar sind, also im Regelfall maximal 10 Minuten. Da aber die User natürlich einen Screenshot machen können, ist es ganz hilfreich, wenn man dies auch sieht. Snapchat zeigt ein Doppeltes-Dreieck-Symbol neben dem User an, der einen Screenshot gemacht hat.
Kleiner Trick: Wenn man als User, bevor man einen Screenshot macht, auf den Flugmodus-Status geht, dann sieht der Sender nicht, dass man einen Screenshot vom Foto gemacht hat.

Best Practice Beispiel – Audi, Snapchat und der Superbowl

Für Unternehmen lohnt es sich, die “Story”-Funktion zu nutzen, um alle Freunde zu erreichen. Der Superbowl, das amerikanische TV-Großereignis zieht jedes Jahr nicht nur Millionen von Fernsehzuschauern vor die Bildschirme, sondern überrascht in regelmäßigen Abständen mit tollen Kampagnen. So nutze auch Audi den Hype um den Superbowl um via Snapchat eine Kampagne zu fahren bzw. Jugendliche zu erreichen. Ziel war es, OnlineBuzz in der Zielgruppe der Millenials für die Marke Audi zu erhalten. 

Audi wollte zukünftige Kunden dort erreichen, wo man sie am wenigsten vermutete – in einem aufstrebenden neuen Social Media Tool. Die ganze Kampagne zum Nachlesen findet ihr hier!

 

Neuer Facebook-Konkurrent: Soziales Netzwerk MINDS bietet Reichweite gegen gesammelte Punkte

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Soziales Netzwerk MINDS

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Recht im Social Web: Interview mit RA Christian Solmecke inklusive Tipps und Buchverlosung

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buch

Christian Solmecke ist Anwalt für Medienrecht und Co-Autor des Buches “Recht im Social Web”. Er hat sich auf die rechtliche Beratung der IT- und Internetbranche spezialisiert und beantwortet uns im Kurzinterview aktuelle Fragen zum Thema Recht & Social Media. 1.) Es gibt einige sehr interessante Erkenntnisse bzw. Urteile, die die tägliche Nutzung von Social Media für Unternehmen betreffen. Welche sind für Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz aktuell (2015)…

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Salt and the City Blogger-Camp in Salzburg

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Social_Recommendations_Index_Infographic_2014

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WhatsApp Web

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Werbung auf Twitter: Werbeanzeigen jetzt in Deutschland, Österreich und Schweiz für alle verfügbar

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